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FTD: Staatsanwalt bestätigt Ermittlungen gegen Metabox

28.02.2001 | 00:00 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach
Informationen des Prior Börsen-Briefes gegen die Hildesheimer Metabox
AG. Es bestehe der Verdacht auf Kursmanipulation, hieß es am
Mittwoch. Bereits Anfang des Jahres seien die Geschäftsräume der am
Neuen Markt notierten Multimedia-Firma durchsucht worden. Der
Verdacht richte sich auf falsche Angaben in Unternehmensberichten. In
so genannten ad-hoc-Meldungen hatte Metabox mehrfach Großaufträge von
ungenannten Kunden bekannt gegeben, die nie zu Stande kamen.

Metabox stellt jedoch in einer Presseerklärung dar, dass keineswegs Ermittlungen gegen das Unternehmen in Gange und die Behauptungen in der Mittwoch-Ausgabe des Börsenbriefes allesamt unwahr sind. Gegen den Herausgeber des Prior-Briefes, Egbert Prior, hat man bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Strafanzeige wegen Verleumdung erstattet.

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) hat die Staatsanwalt Hannover jedoch Ermittlungen gegen das finanziell angeschlagene Unternehmen bestätigt. Der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Manfred Knuthe, gab der Zeitung gegenüber an, dass sich die Ermittlungen auf eine Strafanzeige des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel sowie eine Strafanzeige des Hessischen Wirtschaftsministeriums stützen.
dpa/pm

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