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Facebook-Entwickler sollen Android-App öfter nutzen

02.11.2015 | 17:00 Uhr |

Entwickler und Produktionsteams sollen wissen, wie sich Facebook auf der Android-App im Vergleich zur iOS-App anfühlt.

Im Gegensatz zum Durchschnittsnutzer bevorzugen Entwickler und Produktionsteams für die Facebook-App offenbar iPhones. Dies aber passt dem Management von Facebook nicht so sehr, wie ZDNet berichtet. Denn weltweit und gerade in ärmeren Ländern wie Indien sind billige Android-Smartphones verbreitet, die es dort schon zu einem Preis ab umgerechnet 14 Euro gebe. Wenn aber Facebook-Entwickler in Kalifornien, die in der Regel gut bezahlt sind, nur hochwertige iPhones einsetzen, könne dies gemäß Facebook zu einer "Entfremdung" führen. Deshalb verlangt Produktchef Chris Cox, dass ein Großteil seiner Abteilung auf Android umgestellt werde. Genaue Zahlen nannte er zwar dem Bericht zufolge nicht.

Cox möchte aber, dass sein Team Fehler melde und die gleichen Erfahrungen mache, wie sie heute die Mehrzahl der Facebook-User erlebe. Dazu gehört auch, dass es bei Facebook sogenannte "2G Tuesdays" gibt. An diesen Diensttagen sollen sich Mitarbeiter optional für ungefähr eine Stunde nur mit 2-D-Geschwindigkeit durchs Netz und Facebook bewegen, sehr viel schneller sind nämlich die Mobilfunknetze in weiten Bereichen der Welt bislang nicht. Ein Grund, warum sich Facebook oder auch Google für schnelleres und flächendeckenderes Internet auf der ganzen Erde engagieren – selbstverständlich auch, damit man dort ihre Dienste umfassender nutzen kann und die Konzerne ihrerseits wieder profitieren.

Vorgestellt wurde die neue Strategie in der vergangenen Woche mit der Absicht von Facebook, sich verstärkt auf Wachstumsmärkte wie den sogenannten Entwicklungsländern zu konzentrieren. Dazu passt es, dass sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg derzeit zu Gesprächen in Indien aufhält.

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