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Neues Projekt auf Facebook: e-Commerce

07.03.2011 | 15:54 Uhr |

Das soziale Netzwerk versucht, immer neue Aspekte des Alltagslebens seiner Nutzer abzudecken und dabei kräftig zu verdienen.

Die neueste Entwicklung auf Facebook heißt e-Commerce, was an sich keine Neuheit im Netz ist. Neu ist die Möglichkeit, den kompletten Kauf über eigene Facebook-Seite abzuwickeln. Man muss dafür die Kreditkartennummer bei Facebook hinterlassen und schon kann man über Facebook angebotene Ware erwerben. Den Kauf kann man auch gleich seinen Freunden mitteilen. Die soziale Komponente macht für die Waren-Anbieter sicherlich den Reiz aus, weil die Verbreitung im Netz über den eigenen Freundes-Kreis abläuft. Die Facebook-Nutzer werden somit zu den freiwilligen Promotionsagenten des Anbieters, darüber hinaus ändert sich die Einstellung zu dem angebotenen Produkt: Eigene Freunde bestätigen die Qualität der Ware mit ihrem Kauf. So funktionierte Mund-zu-Mund-Propaganda, bevor Web 2.0 kam. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man früher seine Kauf-Erlebnisse mit der Familie und/oder engen Freunden geteilt hat. Auf Facebook kriegen jedoch alle von 175 Freunden mit, dass John Doe sich "Die alltägliche Physik des Unglücks" bei Amazon gekauft hat.

Es ist ein weiterer Schritt von dem größten sozialen Netzwerk zur Monetisierung seiner Bandbreite im Internet. Zuerst kamen die Nutzer-Accounts für Unternehmen, dann personalisierte Werbung auf den Nutzer-Seiten, letztens kam die Anbindung vom eigenem Facebook-Account zu einem externem Shop, nämlich Amazon . Mit der Anbindung von Facebook-Daten empfiehlt Amazon die Bücher, die den zuletzt gesuchten, gekauften ähnlich sind, aber auch die letzten Einkäufe von eigenen Freunden. Außerdem lässt der Bücherladen keinen Geburtstag mehr vergessen und bringt gleich eigene Empfehlungen für die Geburtstagsgeschenke.

Mit der Facebook-Integration im Amazon-Shop ist eine weitere Erklärung für die gescheiterte Zusammenarbeit zwischen Apple und Facebook in Sachen Ping geboten . Ping ist wohl die einzige von den letzten Ideen aus Cupertino, die keinen Zuspruch bei den Nutzern gefunden hat. Nach den anfänglichen Meldungen von einer Million Nutzer in den ersten 48 Stunden herrscht bis jetzt Funkstille um Apples Musiknetzwerk.

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