2160718

Zuckerberg spendet nicht an Wohltätigkeitsorganisation

03.12.2015 | 14:38 Uhr |

Am Dienstag machten Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan weltweit Schlagzeilen. Neben der Bekanntgabe, dass das Paar eine Tochter bekommen hat, verkündeten sie ebenfalls, dass sie 99 Prozent ihrer Facebook-Anteile spenden möchten. In einem Schreiben wird deutlich, an wen genau das Geld gehen wird.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan wollen 99 Prozent ihrer Facebook Anteile spenden . Dabei handelt es sich schätzungsweise um eine Summe von 45.000.000.000 US Dollar (45 Milliarden US-Dollar). Mit so viel Geld lässt sich – richtig eingesetzt – viel Gutes tun. Laut Business Insider soll jedoch nicht der gesamte Betrag für wohltätige Zwecke eingesetzt werden. Demnach soll die Chan-Zuckerberg-Initiative , die Organisation, an welche der größte Teil des Vermögens der beiden übertragen werden soll, als eine LLC ( limited liability company ) strukturiert sein, was ein Facebook Sprecher gegenüber Tech Insider bestätigte. Dieser Aufbau ist mit der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu vergleichen und ist somit keine „Non-Profit“-Organisation.

Priscilla Chan und Mark Zuckerberg wollen 99 Prozent ihres Vermögens investieren.
Vergrößern Priscilla Chan und Mark Zuckerberg wollen 99 Prozent ihres Vermögens investieren.
© AP/Peter Barreras

Die Chan-Zuckerberg-Initiative hat sich als Ziel gesetzt, „das menschliche Potential zu erweitern und Gleichheit zu verbreiten“. Ein Teil des Vermögens soll trotzdem an Non-Profit-Unternehmen gespendet werden. Laut Facebook wird jeglicher Profit, der aus dieser Initiative gezogen wird, dafür genutzt, die „Mission auch zukünftig durchführen zu können“.

Zuckerberg und Chan werden darüber entscheiden, an welche Organisationen Teile des Geldes gehen sollen. In einem Brief erklärten sie allerdings, dass „anfangs der Fokus auf dem personalisierten Lernen, Heilen von Krankheiten, dem Verbinden von Menschen  und dem Aufbau von starken Gemeinschaften“ liegen soll. „Wir müssen sicherstellen, dass in bestimmte Programme investiert wird, sodass die Zukunft nicht so wie die Gegenwart wird“, sagte Chan in einem Video, in welchem sie die Chan-Zuckerberg-Initiative vorstellte. „Die Zukunft wird im Vergleich zu heute besser sein.“

Auch Zuckerberg äußerte sich auf Facebook zu diesem Thema: „Erstens: Wir müssen noch eine Menge lernen [...]. Wenn wir also in 10 bis 15 Jahren in etwas gut sein wollen, dann sollten wir jetzt damit anfangen. Und zweitens hoffen wir, dass all das Gute, was wir tun, sich über die Zeit auch auszahlen wird. Wenn wir Kindern heute eine bessere Ausbildung ermöglichen, können sie erwachsen werden und anderen ebenfalls helfen und das alles in einer Zeit, in der wir sonst abgewartet hätten und nichts unternommen wurde.“

0 Kommentare zu diesem Artikel
2160718