1820364

Facebook ändert Datenschutzbestimmungen

02.09.2013 | 10:41 Uhr |

Die neuen Regeln sind bisher nur Vorschläge auf der Facebook-Webseite: In keinem Fall werden die Privatdaten etwa künftig besser geschützt - aber der Anwender besser aufgeklärt, wie Facebook sich alle Rechte einräumt und die Daten vermarktet.

Zum Beilegen der Sammelklage gegen Facebook in Facebook-Stories wurde das soziale Netzwerk von einem US-Gerichtshof zu einer Strafzahlung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar verurteilt , berichtet Techhive . Die Klage wurde in 2011 von fünf Anwälten wegen der irreführenden Werbung mit persönlichen Benutzerdaten eingereicht, wobei die Anwender weder benachrichtigt oder gar bezahlt wurden, noch die Möglichkeit hatten, daran nicht teilzunehmen.

Zusätzlich schlägt Facebook jetzt vor, seine Datenschutzbestimmungen zu ändern . Damit werden künftig aber keinesfalls Privatdaten besser geschützt oder weniger vermarktet , sondern lediglich gesteigerten Wert darauf gelegt, dass Facebook-Anwender künftig wissen , wie Facebook Anwender-Meldungen in bare Münze umsetzt. Facebook beteuert, dass die Benutzerdaten an Werbefirmen nur nach Entfernen von persönlich identifizierbaren Informationen weitergereicht werden.

Gleichzeitig kündigt Facebook aber an, künftig die Profil-Bilder von Benutzern dazu zu nutzen, um diese in anderen bei Facebook veröffentlichten Bildern zu identifizieren. Facebook will daraufhin Freunden der Anwender Aufforderungen schicken, diese Bilder zu kommentieren. Facebooks Datenschutzbeauftragte Erin Egan sieht darin keinerlei Verletzung der Privatsphäre. Im Gegenteil handele es sich um einen Vorteil: Facebook übernehme die Arbeit, für den Anwender aufzudecken, wo dessen Bilder auf Facebook eingestellt sind. Die Los Angeles Times berichtet, dass diese Funktionalität aber in den Benutzer-Einstellungen abgeschaltet werden kann.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1820364