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Farbe und Farbmanagement in Indesign CS

02.08.2004 | 15:13 Uhr |

Indesign CS zeichnet sich durch ein zuverlässiges und ausgereifes Farbmanagement aus, das auch mit anderen Adobe-Applikationen harmoniert.

Farbtemperatur: Beide Assistenten, unter Windows XP und Mac- OS X, erlauben das Einstellen derselben Parameter. Dazu zählen Gamma-Werte, die Helligkeit und die Farbtemperatur (Weißbalance).
Vergrößern Farbtemperatur: Beide Assistenten, unter Windows XP und Mac- OS X, erlauben das Einstellen derselben Parameter. Dazu zählen Gamma-Werte, die Helligkeit und die Farbtemperatur (Weißbalance).
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von Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska

Kalibrierung: Für die Bildschirmkalibrierung unter Windows XP ist ein Tool namens Adobe Gamma zuständig.
Vergrößern Kalibrierung: Für die Bildschirmkalibrierung unter Windows XP ist ein Tool namens Adobe Gamma zuständig.
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Immer wenn es um edlen Druck und hoch dotierte Layoutaufträge geht, gilt es, eine originalgetreue Darstellung und vor allem Ausgabe zu gewährleisten. Der Schlüssel zur korrekten Darstellung von Farbe in Indesign CS besteht im Einsatz des ICCbasierten Farbmanagements. Sowohl Pixelbilder als auch (Vektor-)Grafiken müssen über ein korrektes, eingebettetes ICC-Profil verfügen und dieses sollte mit dem Farbprofil des Indesign-Dokuments harmonieren.

EINSTELLUNGEN FÜR DAS COLORMANAGEMENT

Adobe-Gamma-Wizard: Der Kalibrierungsassistent
Vergrößern Adobe-Gamma-Wizard: Der Kalibrierungsassistent
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Das Farbmanagement in Adobe Indesign CS wird im Dialogfenster "Bearbeiten > Farbeinstellungen" konfiguriert (die Option "Farbmanagement aktivieren" schaltet die Funktionalität ein und ab). Im Bereich "Arbeitsfarbräume" legt man den RGB- und den CMYK-Arbeitsfarbraum durch die Wahl des passenden ICC-Profils fest. Im Bereich "Farbmanagementrichtlinien" entscheidet man über die Behandlung von Profilfehlern, also über die gewünschte Vorgehensweise in dem Fall, dass das Farbprofil des platzierten Objekts mit dem jeweili- gen Arbeitsfarbraum von Indesign nicht übereinstimmt. Adobe Indesign CS kann beim Öffnen von Indesign- Dateien sowie beim Platzieren und Einfügen von Bildern über die Zwischenablage im RGBund CMYK-Farbraum jeweils eine der folgenden Farbmanagementrichtlinien umsetzen: - "Eingebettete Profile beibehalten": Für jede platzierte Grafik im CMYK-Modus wird der darin verzeichnete Farbraum verwendet.

Adobe-Gamma-Kontrollfeld: Alles in einem: Benutzer, die mit dem Assistenten bereits vertraut sind, können auch direkt mit einem Kontrollfeld arbeiten.
Vergrößern Adobe-Gamma-Kontrollfeld: Alles in einem: Benutzer, die mit dem Assistenten bereits vertraut sind, können auch direkt mit einem Kontrollfeld arbeiten.
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RGB und Graustufenbilder behalten den optischen Farbeindruck, CMYK-Bilder ihre numerischen Farbwerte. - "In Arbeitsfarbraum umwandeln": Das Farbprofil des Dokuments wird in den aktuel- len Arbeitsfarbraum konvertiert; der optische Farbeindruck bleibt erhalten, die numerischen Farbwerte werden verschoben. Vorausgesetzt, dass das Farbmanagement korrekt funktioniert und das platzierte Dokument über das richtige Quellprofil verfügt, ist diese Vorgehensweise empfehlenswert. - "Aus": Farbprofile werden verworfen. Diese Option schaltet das Farbmanagement nur für das betreffende Objekt gezielt ab. Um Farbmanagementrichtlinien verwenden zu können, die wiederum von diesen Vorgaben abweichen, kann man außerdem die gewünschten Optionskästchen im Bereich "Profilabweichung" und "Fehlende Profile" aktivieren. In diesem Fall wird Indesign CS die benötigten Einstellungen für jedes Dokument bei Bedarf einzeln erfragen.

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