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Fehlende WMA-Unterstützung am iPod steht vor Gericht

04.01.2008 | 15:25 Uhr |

Was waren die Tage noch einfach, als Microsoft als Monopolist und Marktbeherrscher böse, Apple aber nur ärmliche Marktanteile hatte. Seit dem Erfolg des iPod und der Download-Plattform iTunes hat sich der Mac-Hersteller selbst zu einem Monopolisten gemausert und steht deswegen in der Kritik. Den jüngsten Grund zur Klage erhebt Stacie Somers mit ihren Anwälten vor dem Bundesgericht in San Jose.

Die Klageschrift, die die Klägerin noch am 31. Dezember eingereicht hat, wirft Apple ein Vergehen nach dem ältesten US-Wettbewerbsgesetz, dem Sherman Antitrust Act [ Wikipedia-Link ] vor, so der Bericht der InformationWeek . Das Unternehmen nutze seine marktbeherrschende Stellung im Bereich Online-Video, Online-Musik und der digitalen Audiogeräte und baue diese zu Ungunsten der Kunden aus. Bemängelt wird, dass Apple versäumt habe, das kopiergeschützte WMA-Format von Microsoft zu implementieren, was umgerechent auf jeden verkauften iPod eine Mehrausgabe von drei Cent bedeutet hätte. Mehr noch: Der Hersteller setzte alles daran, die Möglichkeiten des Portal Player-Prozessors künstlich zu beschränken, indem das Betriebssystem des iPods die vom Chip angebotene WMA-Kompatibilität einfach ausgrenzt. Auch am Verkaufspreis der Hardware mäkelt die Klägerin. Als Beispiel führt die Klageschrift den iPod nano der ersten Generation an und zeigt auf, dass Apple für den Kapazitätszuwachs von 1 GB (4,15 US-Dollar) auf 4 GB (9,97 Dollar) im Einkauf deutlich weniger gezahlt habe, als man den Kunden mit 100 Dollar (oder Euro) letztlich abgeknöpft hat. Die Anwälte von Stacie Somers wollen erreichen, dass die Klage den Status einer Sammelklage erhält.

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