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Update: Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.5.7

13.05.2009 | 10:40 Uhr |

Das Update auf Mac-OS X 10.5.7 ist groß; die Testphase war lange. Apple will damit viele Fehler behoben haben, doch zumindest bei HDMI hat sich ein neuer Fehler eingeschlichen.

In der Nacht zum Mittwoch hat Apple das womöglich letzte Update für Mac-OS X 10.5 Leopard veröffentlicht. Mac-OS X 10.5.7 bringt laut Hersteller mehr als 20 Fehlerbereinigungen und eine Handvoll Sicherheitsupdates. Zu den Verbesserungen zählt Apple unter anderem die erweiterte Unterstützung des Dateiformats "RAW", so dass zum Beispiel Software wie Vorschau solche Bilder von Digitalkameras ohne Konvertierung öffnen kann. Außerdem sind im Update neu einige Optimierungen bei der Grafik- und Videoausgabe von neueren Macs mit Nvidia-Grafikchips und eine Problemlösung für Tastaturen mit dem Dvorak-Layout, das unter Mac-OS X 10.5.6 aufgetreten war. Auch einige Netzwerkprobleme, die in Verbindung mit dem Yahoo-Adressbuch und Googlemail bestanden, soll das Update nun behoben haben, ebenso soll es das Verhalten zahlreicher Dashboard-Widgets verbessern. Bestimmte Probleme mit iCal und der Synchronisierung über Mobile Me will das Update ebenso adressiert haben wie die bestimmter Spiele im Vollbildmodus und dem schnellen Benutzerwechsel.

Außerdem will Apple eine Lösung gefunden, damit man mit Mac-OS X 10.5.7 Dateien auf einem Server suchen kann, der mit Mac-OS X Server10.4.x läuft.

Bessere Sicherheit sollen Module wie PHP, Apache, Core Graphics und andere erhalten haben. Drei der auf der Sicherheitskonferenz CanSec West vorgeführten Lücken schließt laut Apple das Update auf Mac-OS X 10.5.7 , das über die Software-Aktualisierung und Apples Download-Server bereit steht. Das Update ist sehr umfangreich, der Combo-Updater ist 729 MB groß. Auch für Mac-OS X Server liegt nun Version 10.5.7 vor.

ACHTUNG - Derzeit raten wir von dem Update auf Mac-OS X 10.5.7 ab, wenn am Mac ein externer Monitor über eine HDMI-Verbindung angeschlossen ist. Unser Test zeigt, dass das Update solche Bildschirme als "Fernseher" identifiziert und dann nur noch fernsehtaugliche Bildschirmauflösungen einstellbar sind. 1920 x 1200 (Seitenverhältnis 16:10) wird auf 1920 x 1080 (Fernsehformat 16:9) reduziert. Das Ergebnis ist auf vielen Monitoren und Projektoren ein schwarzer Balken ober- und unterhalb des Bildes.

NACHTRAG - Weitere Tests haben ergeben, dass Monitore über die HDMI-Schnittstelle offensichtlich eine besondere Information an die Grafikkarten senden. Diese DDC-Information wird von Mac-OS X 10.5.7 falsch interpretiert; alle HDMI-Monitore gelten als Geräte mit 16:9-Auflösung. Eine einfache Lösung gibt es nicht. Wer ausweichen kann, sollte den Monitor über die DVI- oder VGA-Schnittstelle an den Mac anschließen - dann tritt das Problem bei uns nicht auf. Von der im Intenet empfohlen Lösung mit Hilfe der Software Switchresx raten wir ab. Die Software greift sehr tief in Mac-OS X ein; die Folgen könnten beim nächsten Treiber-Update gravierend sein.

Wer das Handbuch des Monitors greifbar hat, kann eine andere Lösung versuchen: Findet sich dort eine Möglichkeit, das DDC-Signal auszuschalten (beim HP 2475w zum Beispiel im Menü unter "Management > DDC off"), sollte man das DDC-Signal ausschalten, den Mac neu starten und probieren, ob sich die Auflösung korrigieren lässt.

Derzeit testen wir das Update auf verschiedenen Macs (Intel und Power-PC). Wir rechnen damit, dass wir die Testergebnisse am späten Nachmittag (13.5.2009 gegen 17.00 Uhr) veröffentlichen können.

TESTERGEBNISSE - Das Update funktioniert bei uns auf diversen Intel-Macs (Mac Mini, iMac 24 Zoll und Mac Pro) sowie einem Power Mac G5 Dual ohne weitere Probleme - Ausnahme ist die Ausgabe über HDMI. Auf allen Rechnern ist ein doppelter Neustart nötig, danach funktioniert alles wie gewohnt. Im Logbuch (Dienstprogramm Konsole unter "Ablage > Schnell öffnen > DATENBANKSUCHEN > Alle Meldungen") sehen wir diverse Fehlermeldungen zum Fenster iLife Media Browser (in Mail heißt das Fenster zum Beispiel "Fotoübersicht"), die aber ebenso wie die Fehlermeldungen zum unvollständigen Update des Drucksystems ("cups") nach einem weiteren Neustart nicht mehr auftauchen.

Wir prüfen derzeit weitere Fehlerberichte, in denen von mehreren erfolglosen Neustarts berichtet wurde - der Mac bleibt immer hängen und zeigt lediglich eine einheitliche blaue Farbe auf dem Monitor. In diesem Fall raten wir dazu den Mac "nachdrücklich" auszuschalten (sprich: Einschalttaste für mehr als 5 Sekunden gedrückt halten) und dann nach einer kurzen Pause neu zu starten und dabei aber die Hochstelltaste gedrückt zu halten, bis die Meldug über den sicheren Systemstart angezeigt wird. Funktioniert der Mac dann wieder, startet man ein weiteres Mal neu und versucht von Apples Internetseiten ( http://support.apple.com/downloads/ ) das Combo-Update zu laden und mit einem Doppelklick zu installieren. Funktioniert auch dieses Update nicht, muss der Mac zum Kundendienst. Einzige Ausnahme: Wer ein Backup mit Time Machine hat, startet probehalber den Mac mit der Installations-DVD (einlegen, neu starten und die Taste "c" gedrückt halten). Denn dann hat man im Menü Dienstprogramme die Möglichkeit, den kompletten Mac wieder auf den Stand vor Mac-OS X 10.5.7 zu bringen - der entsprechende Befehl heißt "System von der Datensicherung wiederherstellen".

Die weiteren Details zum Betriebssystemupdate und zu den Updates für Safari 3.2/Safari Beta 4/Adobe Acrobat lesen Sie im Laufe des Tages auf macwelt.de

Wer Safari 4 Beta installiert hat, muss nach dem Update auf Mac-OS X 10.5.7 unbedingt ein weiteres Mal die Softwareaktualisierung starten. Nur dann wird ein Update für Safari 4 Beta installiert, das eine schwere Sicherheitslücke im Browser schließt - siehe macwelt.de Update für Safari 3 und Safari 4 .

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