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Feierabend in voller Rüstung - Gemeinschaft in Online-Spielen

15.02.2006 | 11:22 Uhr |

Das Treffen soll um 18.00 Uhr stattfinden, zwölf Leute wollen etwas unternehmen. Tatsächlich erscheinen alle zum verabredeten Termin, doch Umarmungen oder Begrüßungsküsschen gibt es nicht. Vielmehr ist das Dutzend über ebenso viele Orte verteilt - es steht sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber, sondern in Form gut gerüsteter Helden auf dem Computermonitor.

Denn mit dem Boom der Online-Rollenspiele hat sich für so manchen die Freizeitgestaltung verändert - man trifft nicht nur reale Freunde, sondern auch gute Bekannte, die man noch nie gesehen hat.

Anders als bei herkömmlichen Spielen haben die Online-Titel neben dem eigentlichen Inhalt noch eine zusätzliche Komponente: der Kontakt zu jenen Menschen, die mit ihren Figuren ebenfalls die virtuelle Welt bevölkern. “Der eigentliche Reiz an einem Online-Spiel ist eben, dass man mit anderen Personen etwas unternimmt, statt allein ein Computerspiel durchzuspielen”, erklärt Spieler “Galhara”, der seit mehr als einem Jahr in dem Online-Rollenspiel “Everquest2” aktiv ist.

Die gemeinschaftlichen Unternehmungen führen oft zur Gründung von Spielergemeinschaften, so genannten Gilden. “Neueinsteiger finden hier zusätzliche Hilfe und Unterstützung”, sagt “Galhara” von der Gilde “Der Stern Norraths”. Solche Gilden bieten in der Regel über spezielle Chatkanäle zusätzliche Kontaktmöglichkeiten.

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