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Drucker-Feinstaub: Toner unschuldig

04.12.2008 | 10:55 Uhr |

Laut einer Untersuchung des Fraunhofer Instituts sind die Toner nicht für den messbaren Feinstaub bei Laserdruckern verantwortlich.

Neue Laserdrucker von Lexmark
Vergrößern Neue Laserdrucker von Lexmark

Die Fraunhofer Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Klauditz-Institut und der Queensland University die Herkunft des von Laserdruckern ausgestoßenen Feinstaubs untersucht. Dabei kam heraus, dass wider bisherigen Vermutungen nicht der Toner für die Emissionen verantwortlich ist. Die feinen Partikel sind laut der Wissenschaftler verdampfbar, was gegen Tonerstaub spricht. Die Emissionen stammen mutmaßlich aus der Fixiereinheit der Drucker. Dort könnten flüchtige Stoffe durch die hohe Temperatur verdampfen und sich zu Nanoteilchen verbinden.

Bislang wurde meist der Toner für die Emissionen der Laserdrucker verantwortlich gemacht. Dessen Tonerpulver wird von der so genannten Fixiereinheit durch große Hitze auf dem Druckpapier verschmozlen. Nach den neusten Erkenntnissen handelt es sich jedoch beispielsweise um verdampfte Paraffin- oder Silikonöle, die in die Umgebung gelangen. Der Staub des Toners sei dennoch gesundheitsschädlich. Nach den aktuellen Erkenntnissen würden damit jedoch nur wenige Berufsgruppen wie Wartungstechniker der Drucker in Kontakt kommen. Der Umweltausschuss des Bundestages will Ende Januar über die Risiken der Laserdrucker beraten.

Quelle: heise.de

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