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Femtocells: Google investiert in Unternehmen für Mobilfunkstationen

23.07.2007 | 15:05 Uhr |

Die Meldung, dass Google bei der Versteigerung von US-Mobilfunk-Frequenzen mitmischen will, wird umso interessanter, wenn ein weiterer Deal berücksichtigt wird, der nun bekannt wurde. Demnach beteiligt sich Google an einer Finanzierungsrunde für Ubiquisys, ein Unternehmen das Mini-Mobilfunkstationen für Privathaushalte entwickelt.

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Google sieht die Zukunft des Internets offenbar auch im mobilen Bereich und möchte auch dort kräftig mitmischen. Und zwar eher auf der Anbieter- als auf der Dienstleisterseite. So investiert der Suchmaschinengigant 25 Millionen Dollar in das Unternehmen Ubiquisys, einen Entwickler so genannter Femtocells. Ebenfalls in Ubiquisys investiert haben Accel Partners, Atlas Venture und Advent Venture Partners.

Bei Femtocells handelt es sich - vereinfacht gesagt - um Mobilfunkstationen im Miniaturformat, Zielgruppen sind private Haushalte und Firmen. Die Stationen könnten von Mobilfunkfirmen bei den Kunden installiert werden und dann für einen besseren Empfang sorgen, was der mobilen Nutzung des Internets einen Auftrieb verschaffen soll. Denn gerade in den eigenen vier Wänden ist der Empfang von Mobilfunksignalen nicht immer der beste. Vor allem bei Anwendungen, die eine hohe Bandbreite erfordern, nutzen Anwender dann klassische Internet-Anschlüsse.

Google wolle mit seiner Investition dabei helfen, dass Anwender, egal wo sie sich befinden, immer den bestmöglichen Zugriff auf das Internet haben, so David-John Collins, Sprecher von Ubiquisys. Und weiter: "Es geht darum, den Anwendern verschiedene Wege und Plattformen für den Zugriff auf das Internet bereit zu stellen."

Die Investition in Ubiquisys, :die mögliche Teilnahme an der Versteigerung von US-Mobilfunkfrequenzen, die Investition in ungenutzte Breitbandnetzwerke, die :Errichtung eines kostenlosen Wifi-Netzwerks am Standort der Firmenzentrale sowie die Mitarbeit an einem :Wifi-Netzwerk in San Francisco lassen Raum für Spekulationen. Eine davon lautet, dass Google mittelfristig gegen klassische Breitband-Anbieter antreten möchte. Dafür würden auch Investments in die Wifi-Firmen FON und Meraki Networks sowie den Powerline-Breitbandanbieter Current Communications Services sprechen.

Ubiquisys wurde im Jahr 2004 gegründet. Neben diesem Unternehmen arbeiten unter anderem auch Nokia Siemens Networks, Motorola und Alcatel-Lucent an Femotcells. Der kommerzielle Start dieser Technik wird für das Jahr 2008 erwartet.

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