Fernseher

New York Post: Warum Apple keinen Apple TV bringt

20.11.2012 | 09:40 Uhr | Peter Müller

Um Apples ominösen Fernsehapparat iTV ist es in den letzten Monaten merklich still geworden, nicht einmal mehr der notorisch optimistische Analyst Gene Munster (Piper Jaffray) spricht noch von einem solchen Gerät, das er für spätestens Ende 2012 vorausgesagt hat.

Warum Apple aber im diesjährigen Weihnachtsgeschäft keinen eigenen Fernseher bringen wird und dieser auch für 2013 unwahrscheinlich erscheint, hat die New York Post erklärt .

Zuallererst steht der Preiskampf im TV-Markt einem Engagement Apples entgegen. Muster hatte einen Preis von rund 2.000 US-Dollar für den Apple-Fernseher prognostiziert, der durchschnittliche Preis liegt aber derzeit bei rund 500 US-Dollar. Gartner-Analyst Van Baker erklärt: "Das TV-Geschäft ist derzeit ein lausiges Geschäft. Die Margen sind gering und die Profitabilität minimal bis nicht existent." Apple werde daher eher auf einen weiteren Ausbau des Angebots für seine Settopbox Apple TV setzen, von denen der Hersteller im laufenden Jahr bis zu 5 Millionen Stück verkauft haben wird.

Im Weihnachtsgeschäft würden bis zu 10,5 Millionen Geräte verkauft, Apple spekuliere mit zwei Milliarden US-Dollar Umsatz pro verkaufter Millione eigener Fernseher. Der Schlüssel zum Erfolg - und Rechtfertigung für einen derart hohen Preis - seien jedoch die mit dem TV vertriebenen Inhalte. Die Industrie empfange Apple aber keineswegs mit so offenen Armen, wie sie vor rund einem Jahrzehnt die Musikindustrie geboten hatte. Es bestehe bei den Fernsehsendern wenig Interesse, ihre Angebotspakete aufzuschnüren. lieber setzen die Sender auf den Komplettvertrieb ihrer Inhalte über Kabel- oder Satellitennetzwerke. Zuletzt hätten Kabelnetzbetreiber gar wieder für Inhalte bezahlt, die lange kostenlos waren, dies würde die Beziehungen untereinander stärken. Apple passe mit seinen Strategien daher kaum ins Bild.

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