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Fernunterricht per Internet ist gefragt

01.02.2006 | 11:12 Uhr |

Im Urlaub mit fließendem Spanisch glänzen oder nach der Rückkehr aus der Babypause das Jobwissen auf den neusten Stand bringen: Mit Fernunterricht via Internet können diese Wünsche wahr werden.

Beim so genannten E-Learning werden ganze Unterrichtseinheiten daheim am Computer abgearbeitet. Voraussetzung ist eine schnelle Internetverbindung. Klarer Vorteil bei solchen Kursen ist die Flexibilität. «Man kann zu jeder Zeit und von jedem Ort aus lernen», sagt Burkhard Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fernstudium in Hamburg. Zu bedenken ist aber auch: Motivation kann ohne Lehrer und Mitschüler schwierig sein.

«E-Learning ist die Weiterentwicklung der klassischen Fernlerngänge», erklärt Lehmann. Ob eine Sprache, Jura, Maschinenbau oder Betriebswirtschaft - es gebe kaum ein Thema ohne webbasierte Lernangebote. «Der Vorteil ist, dass die Inhalte immer schnell aktualisiert werden.»

Neben Privatpersonen haben auch Hochschulen, Institutionen und Unternehmen das E-Learning für sich entdeckt. Dabei können die Kursteilnehmer zeitgleich oder zeitversetzt miteinander über die Lerninhalte diskutieren. «Viele Mitarbeiter eines Unternehmens arbeiten an verschiedenen Orten», erklärt Michael Vennemann von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in Köln, die über die Zulassung privater Fernlehrgänge entscheidet. «Mit E-Learning können diese Mitarbeiter gemeinsam unterrichtet werden.» Diese Lernform sei also nah an der beruflichen Wirklichkeit.

Vor allem das Lernen von Sprachen im Internet liegt im Trend. An Firmen und Institutionen richtet sich die virtuelle Sprachschule des Unternehmens digital publishing aus München. Die Kursteilnehmer lernen zeitlich und räumlich unabhängig am Arbeitsplatz oder zu Hause. Auch die weltweit vertretene Sprachenschule Berlitz hat solche Sprachkurse im Angebot. «So kann Lerntempo und Lerndauer selbst bestimmt werden», sagt Pierre-Jacques Joubert von Berlitz in Eschborn (Hessen). Zudem könnten Lerninhalte beliebig oft wiederholt werden.

Die Verlagsgruppe Langenscheidt in München bietet unter anderem Software zum Herunterladen an. Man sollte dafür aber einen DSL-Anschluss besitzen. «Die Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch sind besonders gefragt», sagt Eckhard Zimmermann von Langenscheidt. «Wer die Software auf seinen Rechner lädt, besitzt diese und kann ohne weitere Verbindungsgebühren lernen.» Gefragt sei diese Art Sprachen zu lernen vor allem bei jüngeren Menschen.

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