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Festplatten: Günstiger Speicherplatz

15.11.2006 | 13:30 Uhr |

In diesem Teil unserer Serie „Sparen am Mac“ geht es um Festplatten aller Art. Lassen sich Laufwerke für PCs auch am Mac verwenden? Wie muss man sie einrichten?

Die wichtigste Nachricht vorweg: ob PC oder Mac, interne und externe Festplatten lassen sich grundsätzlich mit jedem System verwenden. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail.

Knackpunkt Schnittstelle

Auch interne Festplatten arbeiten grundsätzlich im Mac, aber auf die Schnittstelle kommt es an. Hier gibt es mittlerweile drei grundverschiedene Varianten. Ältere Macs, das sind vor allem die Modelle, die mit 68k-CPU oder Power-PC-CPU vor der G3-Generation ausgestattet sind, arbeiten intern (bis auf wenige Ausnahmen) mit SCSI-Laufwerken. Diese sind heutzutage im Consumer-Bereich nicht mehr gängig, man erhält sie nur noch für Server-Anwendungen. Aus diesem Grund sind SCSI-Platten wesentlich teurer und als Schnäppchen – wenn überhaupt – nur im Gebrauchtmarkt zu finden. Da SCSI-Laufwerke aber meist robuster konstruiert sind und länger leben, lohnt sich eine Suche bei eBay durchaus. Achten Sie aber hier auf die korrekte SCSI-Schnitstellenart, denn auch innerhalb der SCSI-Spezifikationen gibt es Unterschiede. Die meisten alten Macs setzen Narrow-SCSI oder Fast-SCSI ein (50poliger Pfostenfeldstecker). Laufwerke mit Wide- oder Ultrawide-SCSI-Anschluss (68poliger Trapezstecker) lassen sich hier nicht ohne weiteres verwenden.

PATA und SATA

Aktuelle Macs setzen hingegen ATA-Laufwerke ein. Doch auch hier gibt es mittlerweile zwei verschiedene Arten: Parallel-ATA und Serial-ATA (kurz PATA oder SATA). Mit den G5-Macs und den Intel-Macs hat Apple auf den schnelleren seriellen Bus (SATA) umgestellt. Bei den G3- und G4-Macs (außer dem G4 MDD mit verspiegelten Laufwerksklappen) gibt es noch eine zusätzliche Stolperfalle: sie adressieren maximal 128 GB pro Laufwerk. Man kann zwar größere Laufwerke anschließen, erhält aber nicht mehr als 128 GB nutzbaren Speicherplatz. Abhilfe schafft ein Tool namens „Speed Tools ATA Hi-Cap Support Driver“ von Intech . Das 25 Dollar kostende Mac-OS-X-Programm enthält eine Systemerweiterung, mit der man auf älteren Macs die volle Kapazität auch über die 128-GB-Grenze hinaus nutzen kann. Will man allerdings von einem solchen Laufwerk booten, darf die Boot-Partition nicht größer als 128 GB sein. Der zusätzliche Platz steht dann allerdings in einer zweiten Partition zur Verfügung.

Alle aktuellen Mac-Modelle arbeiten mit SATA-Laufwerken. Hier gibt es in puncto Kapazität praktisch keine Beschränkungen mehr. Das theoretische Limit liegt nun bei 144 Petabytes (das sind rund 151 Millionen GB) pro Laufwerk. Zur Veranschaulichung: Sollte das Moore’sche Gesetz in Zukunft weiterhin gelten und sich die Kapazitäten etwa alle 18 Monate verdoppeln (was auf Festplatten nicht ganz zutrifft), hätten wir mit dem heutigen SATA-Standard noch etwa 28 Jahre Zeit.

Der SATA-Standard setzt sich immer mehr durch, die Preise für die Laufwerke sinken rapide, während die Kapazitäten stetig ansteigen. SATA-Laufwerke eignen sich daher ideal für Schnäppchen-Jäger. Billiger kommt man nicht an mehr Festplattenkapazität. Allerdings haben interne Festplatten einen Haken: Man muss sie in den Mac einbauen. Das ist verständlicherweise nicht jedermanns Sache.

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