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Filemaker für Mac-OS X

15.05.2001 | 00:00 Uhr |

Filemaker 5.5 gibt es ab sofort im Handel. Die Version ist an Mac-OS X angepasst, läuft aber auch unter Mac-OS 8.1 bis Mac-OS 9.1. Neue Version soll Server-Einsatz verbessern, die Mac-OS-X-Variante bietet als Bonbon die Archivierung von PDF-Dokumenten

Filemaker, die meist genutzte Datenbank auf dem Mac, ist ab sofort in einer Fassung für Mac-OS X erhältlich. Damit einher geht nicht nur der Wechsel der Versionsnummer auf 5.5, sondern auch eine größe Wahl alternativer Betriebssysteme: Laut Dominique Goupil wird man die Software neben einer Mac-OS- und Windows-Variante auch für Linux und Citrix anbieten sowie für die Minicomputer Pocket-PC und I-Mode (vorerst nur in Japan). Sofort erhältlich ist die Standardversion "Filemaker 5.5 Pro" und das Update von Version 5, im Sommer sollen die Versionen für Windows 2000 Terminal Services und Citrix Metaframe folgen sowie die Server-Ausgabe und die Version ohne Beschränkungen beim Internet-Zugriff "Filemaker Pro 5.5 Unlimited". Eher vage für Herbst bis Frühjahr 2002 versprach Goupil darüber hinaus die Versionen für Entwickler und für Pocket-PC beziehungsweise das japanische Computertelefon I-Mode.

Goupil will die neue Version nicht mehr nur in kleinere Arbeitsgruppen mit maximal 50 Personen verkaufen, sondern auch an größere Abteilungen mit einigen Hundert Mitarbeitern. Dabei helfen soll ein verbessertes Sicherheitskonzept, mit dem man beispielsweise verhindern kann, dass Unbefugte wahllos neue Datenbanken auf einem Server erzeugen oder die verbesserte SQL-Funktion, die künftig Daten nicht nur von anderen SQL-Datenbanken übernehmen kann, sondern dort auch Felder ändern und aktualisieren kann. Ob mit Version 5.5 endlich das lange erwartete Multitasking in Filemaker Einzug hält, wurde bis Redaktionsschluss nicht klar. Bis heute bearbeitet Filemaker eine Aufgabe nach der anderen, was bei stark belasteten Servern die Leistung einschränkt. Mit Multitasking könnte die Datenbank beispielsweise mehrere Suchoperationen gleichzeitig ausführen.
Die weiteren Verbesserungen sind
Instant Web Publishing mit HTTP-Protokoll 1.1 Bessere Kontrolle über die Einzelseiten bei Instant Web Publishing, freie Gestaltung der Datenbankabfragen Import aller Dateiformate, die Quicktime 5 erkennt Import von PDF-Dokumenten unter Mac-OS X

Der Import von PDF-Dokumenten unter Mac-OS X führt allerdings zu leichten Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Filemaker-Versionen. Öffnet man eine Datenbank mit PDF-Dokumenten auf einem anderen Betriebssystem, ist dieser Inhalt nicht zugänglich. Ein kleines Detail am Rande nannte Goupil zum Schluss der Vorstellung: Die Standardversion von Filemaker Pro nutzt unter Mac-OS X die Programmierschnittstelle Carbon. Die Server-Version indes ist eine Cocoa-Applikation und wird deshalb von Filemaker komplett neu geschrieben.

An den Preisen hat sich nichts geändert: Filemaker Pro 5.5 kostet 249 Dollar, das Update 149 Dollar, was hierzulande Preisen von 660 Mark (339 Euro) beziehungsweise 290 Mark (149 Euro) entspricht. Nichts geändert hat sich außerdem am Dateiformat der Datenbanken und an der Rechnervoraussetzungen: Power Mac mit wenigstens 32 MB Arbeitsspeicher. Für Mac-OS X sind wenigstens 128 MB Arbeitsspeicher nötig. wm

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