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IEEE-Arbeitsgruppe definiert geschütztes Filesharing

15.06.2010 | 12:11 Uhr |

Eine im letzten Monat gegründete Arbeitsgruppe des Verbandes Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) kümmert sich um die Definition einer neuen Technik zum geschützten Filesharing.

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Das System, um das sich die IEEE-P1817-Arbeitsgruppe kümmert, soll das "Ausleihen" von digitalen Dokumenten organisieren, die jedoch vor weiteren Kopien geschützt sind. Eine mit der Technik Digital Personal Property (DPP) geschützte Datei besteht aus zwei Komponenten: einem Ordner mit dem verschlüsselten Inhalt und einem dazu passenden Schlüssel. Während der Ordner mit dem Inhalt frei getauscht werden könne, benötige man zum Öffnen der Inhalte einen Schlüssel, der entweder in ein tragbares Gerät integriert ist oder von einem Hosting-Service bereit gehalten wird.

Der Clou: Der Schlüssel entspricht in seiner Funktion einem Buch aus einer öffentlichen Bibliothek, das man ausleiht und wieder zurück bringt. Gibt der Ausleihende den Schlüssel nicht wieder zurück, lässt sich das freigegebene Dokument vom Verleiher auch nicht mehr benützen, es sei, als ob das verliehene Buch verschwunden ist. Besitzer digitaler Inhalte können so aber auch gezielt die Dateien verschenken oder weiterverkaufen, behalten aber nur eine wertlose Kopie davon. DPP soll sich als Alternative zu DRM (Digital Rights Management) etablieren, wer ein Recht an einer DRM-geschützten Datei erworben hat, kann dieses bisher nicht weitergeben.

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