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Film ab, die 4te

26.01.2004 | 14:13 Uhr |

Die vierte Generation des bekannten und beliebten Videowerkzeugs iMovie bietet praktische Funktionen und neue Effekte für Hobbyfilmer, die den Spaßfaktor enorm steigern.

Die Aufnahme von Videomaterial auf die heimische Festplatte war in iMovie schon immer ein Kinderspiel: Kamera anstecken, "Importieren"-Knopf drücken, fertig. Die ganze Aufnahmetechnik von iMovie funktioniert durch einen Haufen kleiner, technischer Tricks. Ausschlaggebend sind der Timecode und die Timestamps. Ist die Kamera mittels Firewire angeschlossen, überträgt sie zunächst das Timecode- und Gerätesteuerungssignal. iMovie weiß aufgrund des Timecodes, dass sich Videomaterial auf dem Band befindet. Klickt man nun auf eines der Steuerelemente unterhalb des Vorschaufensters, kann man das Band vor- und zurückspulen oder abspielen. Die bei einer Kameraaufnahme gesetzten Timestamps markieren, wo der Kameramann die Kamera an- und ausgeschaltet hat. Diese Timestamps liest iMovie aus und separiert anhand dieser Informationen das aufgenommene Videomaterial in einzelne Clips. Und zwar immer dann, wenn die Kamera an- und ausgeschaltet wurde. So einfach ist das. Neu in iMovie 4 ist die Möglichkeit, das Videosignal einer iSight abzugreifen. Ist Apples Chat-Cam angeschlossen, wählt man sie aus dem kleinen Kamerasymbol unterhalb des Vorschaufensters aus und kann sofort mit der Aufnahme beginnen. Da die iSight nicht nativ im Format Digital Video (DV) aufzeichnet, muss das aufgenommene Material konvertiert werden. Das kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen, geschieht jedoch, wie alles in iMovie, vollautomatisch. Wer sich berufen fühlt, sein eigenes Konterfei in den Film einzubringen, kann sich der iSight bedienen.

Trimmen auf die richtige Länge

An den Schnittfunktionen von iMovie 4 hat sich nicht viel verändert. Man lädt einen Clip mittels Klick im Vorschaufenster, zieht die kleinen Dreiecke unterhalb des Vorschaufensters über den Bereich des Videos, der (aus-)geschnitten werden soll, wählt "Schneiden" (Befehl-K) aus dem Menü und zieht den Clip anschließend auf die gewünschte Position in der Timeline.

Neu ist die äußerst brauchbare Möglichkeit des Trimmens, des Längens und Kürzens einzelner Clips direkt in der Timeline, ohne dabei immer wieder im Vorschaufenster nachschneiden zu müssen. Man wählt zunächst die Zeitansicht der Timeline, in der die Clips als Balken, nicht in einem Diarahmen stehen. Führt man nun die Maus über eine Schnittmarke zwischen zwei Clips, verwandelt sich der Mauszeiger in einen senkrechten Strich mit Querbalken. Zieht man nun dieses Werkzeug mit gehaltener Maustaste nach links oder rechts (der betroffene Clip verfärbt sich blau), kann man die Videoelemente kürzer oder länger machen. Das Trimming erfolgt dabei dynamisch, bei Verlängerung eines Elements rutschen alle nachfolgenden Clips weiter nach hinten, bei Verkürzung eines Elements entsprechend nach vorne. Man läuft also nicht Gefahr, versehentlich eine Lücke in der Timeline zu reißen, die im finalen Film durch schwarze Bilder ersetzt werden würde (wie bei Final Cut Pro).

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