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Filme für Web und CD aufbereiten

07.07.2004 | 14:43 Uhr |

Filme lassen sich mit Abstrichen in der Qualität auch auf CDs brennen oder durch noch stärkere Kompression für Webseiten optimieren.

Flexibel: Über den Befehl "Senden" kann iMovie Filme in diversen Formaten exportieren und an verschiedene Geräte und Programme übergeben.
Vergrößern Flexibel: Über den Befehl "Senden" kann iMovie Filme in diversen Formaten exportieren und an verschiedene Geräte und Programme übergeben.
© 2015

von Matthias Zehden


ANSTELLE EINER DVD können oft auch weniger hochwertige Ausgabemedien zum Einsatz kommen. Da CD-Brenner und -Rohlinge immer noch wesentlich günstiger sind als ihre großen DVD-Kollegen, wird mancher Anwender kleinere Qualitätseinbußen gern in Kauf nehmen und auf die DVDs verzichten. Für Online- Anwendungen wie Web und E-Mail kommen ohnehin nur wesentlich kleinere Datenmengen in Frage. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den Alternativen zur Ausgabe auf DVD und zeigen, wie man Filme in passender Form exportiert. Je nach gewünschtem Ausgabemedium fallen da noch einige Konvertierungen an, bis der gordische Formatknoten zerschlagen ist und die Daten reif für die CD oder den Webserver sind. Ausgangsbasis DV Das DV-Format belegt zwar viel Platz auf der Festplatte, ist aber eine ideale Basis für die weitere Verarbeitung am Mac. Es bietet eine gute Bildqualität, und sowohl iMovie als auch iDVD können damit umgehen. iMovie kommt eine besondere Rolle zu, da es nicht nur dem Importieren, Schneiden und Aufbereiten von Filmen dient, sondern das fertige Werk auch in zahlreichen Formaten exportieren kann. Neben dem hochwertigen DV-Export an iDVD zum Brennen auf DVD, kann iMovie nämlich auch geringere Qualitäten für alle möglichen Anwendungsbereiche erzeugen. Die Export- Funktion versteckt sich etwas schüchtern im "Ablage"-Menü hinter dem Befehl "Senden". Hier stehen sechs unterschiedliche Varianten zur Ausgabe des Filmes zur Verfügung.

iMovie-Export

Quicktime-MPEG-4: Der flexible MPEG-4- Encoder von Apple ist ISMA-kompatibel und eignet sich besonders für Webanwendungen.
Vergrößern Quicktime-MPEG-4: Der flexible MPEG-4- Encoder von Apple ist ISMA-kompatibel und eignet sich besonders für Webanwendungen.
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Bei der Ausgabe beschränkt iMovie sich nicht auf die Konvertierung des Films, sondern kann diesen auch als E-Mail versenden, auf die .Mac- Homepage legen oder an ein Bluetooth-Gerät übertragen, wobei es jeweils ein in Auflösung und Datenvolumen angepasstes Format erzeugt. Außerdem kann das Programm natürlich DVDaten an eine Kamera oder an iDVD schicken. Als universelles Ausgabeformat steht schließlich noch Quicktime zur Verfügung. Neben einigen vordefinierten Konfigurationen kann man hier auch den Punkt "Eigene Einstellungen" für ein individuelles Format wählen. Um den Film auf einem Webserver zu veröffentlichen, sollte man am besten das MPEG- 4-Format benutzen. Dabei empfiehlt es sich aber, an seine Besucher zu denken und nicht zu hohe Datenraten einzustellen beziehungsweise gleich mehrere, unterschiedlich große Filme zu erzeugen. Wer die Filmparameter voll unter Kontrolle haben will, wählt den Quicktime-Film und klickt dort auf Optionen. Nun lassen sich vom Video-Codec bis zur Audiospur alle Einstellungen individuell festlegen. Die beschriebenen Export-Möglichkeiten funktionieren in iMovie übrigens auch ohne Quicktime-Pro-Lizenz, welcher diese Funktionen normalerweise vorbehalten bleiben. Ein Grund mehr, das DV-Format als Basis zu wählen.

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