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Fingerabdruck darf zum Entsperren des Smartphones verlangt werden

03.11.2014 | 08:33 Uhr |

Ein US-Bezirksrichter hat entschieden: Die Polizei hat die Befugnis, einen Fingerabdruck eines Smartphone-Besitzers „verlangen“ zu dürfen, um sein Smartphone zu entsperren. Fingerabdrücke sind (zumindest im Vergleich zum normalen Passwort) diesem Urteil zufolge nicht vom Auskunftsverweigerungsrecht geschützt.

Der Richter, Steven C. Frucci, urteilte am Bezirksgericht in Virginia . Es heißt, dass das besagte Auskunftsverweigerungsrecht für Wissen und Kenntnis gelten würde. Das wiederum trifft nicht auf Schlüssel, DNS, Handschriften und Fingerabdrücke zu, was bedeutet, dass ein Smartphone-Besitzer für Ermittlungen seinen Fingerabdruck „hergeben“ muss , wenn dies von ihm gefordert ist.

Dass dieses Urteil überhaupt gefällt wurde, resultierte aus einem Fall zwischen einem Pärchen. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, er habe seine Freundin in einem Streit gewürgt. Blöderweise soll es im Schlafzimmer allerdings eine Kamera gegeben haben, die den Streit aufzeichnete. Das entsprechende Video soll eventuell auf dem Smartphone des Angeklagten zu finden sein, welches allerdings mit einem Fingerabdruck und Passwort gesperrt ist. Ob sich die Aufzeichnung vom Streit tatsächlich auf dem Apple-Smartphone des Beschuldigten befand, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

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