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Fiorina sieht neue Konzentrationswelle in Computerindustrie

17.11.2004 | 13:16 Uhr |

Die Chefin des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard, Carly Fiorina, rechnet mit einer neuen Konzentrationswelle in der Computerindustrie.

"Die Anforderungen an die IT-Anbieter steigen", sagt Fiorina der Wochenzeitung "Die Zeit". "Und wenn die Anforderungen steigen, gibt es immer weniger Firmen, die die Latte noch überspringen. Es ist wie in jeder anderen Industrie auch: Unternehmen, die weder wegweisende Innovationen liefern können, noch die entsprechende Größe haben, um global wettbewerbsfähig zu sein, werden nicht überleben.
"Die Technologiebranche sei eine sehr kapitalintensive Industrie", sagte Fiorina. Sie lebe von Innovationen. "Und dazu braucht es schon eine entsprechende Größe." Fiorina betonte, dass "ein Vorstand und der Vorstandschef ganz genau wissen sollten, wann sie den kurzfristigen Interessen kurzfristig denkender Investoren folgen sollten". Soziales und gesellschaftliches Engagement würden sich für ein Unternehmen durchaus lohnen.
Es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Ruf des Unternehmens und der Loyalität und dem Engagement der Mitarbeiter, sagte die HP-Chefin. "Die meisten Angestellten wollen wissen, ob sie auf das Unternehmen, für das sie arbeiten, auch stolz sein können. Nur dann kann eine Firma die besten Talente, die besten Mitarbeiter gewinnen."
Die Managerin forderte Deutschland auf, mehr in Bildung und Forschung zu investieren, um im Konkurrenzkampf mit Asien bestehen zu können. "Um so wichtiger ist es für Länder wie Deutschland oder die USA, alles dafür zu tun, dass die werthaltigeren Tätigkeiten im Land bleiben. Das geht nur über Investitionen in Bildung und Forschung. (dpa)

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