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Firefox 1.1 verspätet sich

02.02.2005 | 10:32 Uhr |

Das nächste größere Release des Mozilla-Browsers "Firefox" wurde auf Juni dieses Jahres verschoben.

Ursprünglich hatten die Entwickler eine Veröffentlichung der Version 1.1 für März ins Auge gefasst. "In einem Schritt, der hoffentlich niemanden wirklich überrascht, verschieben wir Version 1.1 ein wenig - es ist einfach noch zu viel daran zu tun", schrieb der leitende Programmierer Ben Goodger in einem Blog-Beitrag.

Er widersprach gleichzeitig Spekulationen, die Verzögerung könnte mit seinem Jobwechsel zu Google zusammenhängen. "Wir müssen sicher stellen, dass Release 1.1 von gleicher Qualität und Stoßrichtung ist wie die 1.0 - das heißt wir brauchen eine Testphase, müssen die Lokalisierungssysteme wieder online bringen und so weiter", so Goodson. "Das machen mehr Leute als nur ich selbst, also Schluss mit den blödsinnigen Gerüchten."

Nach Angaben des Mozilla-Freiwilligen David Hallowell wird ein Schwerpunkt der 1.1-Entwicklung darauf liegen, Firefox besser an Nicht-Windows-Plattformen anzupassen. "Wir wollen die Nutzererfahrung für Anwender auf Linux- und Mac-Maschinen verbessern, damit sie eine Firefox-Version bekommen, die ihrem Betriebssystem so gut passt wie die Windows-Version [schon jetzt] in Windows." Außerdem soll Firefox im Windows-Installer-Format bereitgestellt werden, um das Deployment in Unternehmen zu erleichtern.

Hallowell zufolge soll außerdem die Rendering-Engine nochmals schneller werden. "An Gecko, der Rendering-Engine von Firefox, Mozilla und anderen Browsern wie Camino wurde hinter den Kulissen allerhand getan", erklärte der Mozilla-Mann. "1.1 wird von diesen Verbesserungen profitieren, darunter schnellerer Seitenaufbau, weiter verbesserte Unterstützung von Standards und andere Weiterentwicklungen."

Firefox 1.0 wurde seit seinem Erscheinen im vergangenen November bereits mehr als 20 Millionen Mal heruntergeladen (wird aber laut Analysten bislang kaum unternehmensweit eingesetzt). Er nähert sich derzeit einem Marktanteil von fünf Prozent, der nach Einschätzung von Experten bis Ende des Jahres bereits auf 20 Prozent steigen könnte - vor allem, da Microsoft keinerlei Anstalten macht, seinen in die Jahre gekommenen "Internet Explorer" aufzufrischen. (tc)

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