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Adobe stellt Flash-Tools für iPhone bald wieder ein

22.04.2010 | 07:23 Uhr |

Die Entwicklungsumgebung in Flash CS5, mit deren Hilfe man Apps für das iPhone erstellen kann, wird eine einmalige Angelegenheit bleiben, hat Adobe gestern bekannt gegeben.

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"Wir liefern mit Flash CS 5 die Möglichkeit, iPhone und iPad zu adressieren, planen jedoch im Zukunft keine Investitionen mehr in diese Richtung," schreibt Adobes Mike Chambers in seinem Blog . Adobe beugt sich damit einer Richtlinie, die Apple für das SDK von iPhone-OS 4 überarbeitet hat. In Punkt 3.3.1 der Nutzungsbedingungen heißt es, dass Anwendungen, die mittelbar und nicht direkt auf Apples dokumentierte APIs zugreifen, in Zukunft untersagt seien. Genau dies bietet Adobe jedoch in Flash 5 an, in Form eines Konverters, der Flash-Applikationen für das iPhone-OS "übersetzt". Chambers hält es für äußerst wahrscheinlich, dass Apple diese Ankündigung umsetzt und derart erzeugte Apps nicht zulässt. Entwickler sollten sich darauf einstellen, dass die derzeit mehr als 100 so erstellten Apps Apple bald aus dem App Store entfernen werde. Adobe dürfte in Sachen Flash auf dem iPhone damit endgültig das Handtuch geworfen haben. Während Apple seine Ablehnung von Flash mit dessen angeblicher Instabilität und Ressourcenhunger begründet, hält Adobe Apples Entscheidung alleine auf Geschäftsinteressen basierend.

Gegenüber Cnet verteidigt Apple-Sprecherin Trudy Muller die Haltung des Unternehmens gegenüber Flash und nennt ein weiteren Grund dafür. Flash sei eine geschlossene und proprietäre Plattform wohingegen das iPhone auf offene Standards wie HTML 5, CSS, Javascript und H.264 setze.

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