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Die größten Ärgernisse bei Adobe

16.07.2015 | 16:17 Uhr |

Nicht nur über Flash ärgern sich die Anwender, Adobe sorgt immer wieder für schlechte Laune unter seinen Kunden

In diesen Tagen erregen mal wieder Sicherheitslücken des in die Jahre gekommenen Flash Players die Gemüter. Wir zeigen was dahinter steckt und weitere Ärgernisse, bei denen Adobe noch nachbessern könnte.

Flash hat schon Steve Jobs so aufgeregt, dass er in einem langen offenen Brief „Thoughts on Flash“ darlegte, warum er auf Apple-Geräten kein Flash mehr haben möchte. Noch heute ist der fünf Jahre alte, aber irgendwie immer noch aktuelle Artikel im Netz nachzulesen , in dem Jobs sich für HTML 5, das Videoformat H.264 und andere offene Webstandards einsetzt.

In diesen Tagen hat hat sich Alex Stamos, der Sicherheits-Chef von Facebook, gemeldet und fordert öffentlich das Ende des in die Tage gekommenen Plug-Ins. Hintergrund ist eine massive Sicherheitslücke, die mal wieder alle Rechner mit dem Flash-Plug In, egal ob Mac, Windows oder Linux betrifft. Zudem warnt Adobe vor zwei weiteren Lücken .

Sicherheitsexperten fordern Endtermin von Flash

Facebooks neuer Sicherheitschef, eine bekannte Größe in der Security Community, foderte per Twitter, dass Flash langsam die Koffer packt: „Es ist Zeit dass Adobe das Datum für das Ende von Flash ankündigt.“ Danach fügte er in weiteren Tweets hinzu das Ende müsste nicht heute oder gleich morgen sein, aber das beste wäre es ein Datum zu nennen, um die Abhängigkeit von Flash zu beenden, die Systeme umzustellen und in einem Rutsch sicherer zu machen.

Nicht nur Flash ist ein Problem, auch bei PDF gibt es immer wieder Sicherheitslücken. Adobe hat neben dem aktuellen Notfall-Patch für den Flash Player auch ein Sicherheitsupdate für die nicht minder verbreiteten Programme Acrobat und Acrobat Reader und Shockwave Player veröffentlicht, das immerhin 54 kritische Löcher stopft. Zusammen mit den 36 Sicherheitslücken im Flash Player aus der letzten Woche eine erschreckende Bilanz.

Browserhersteller wenden sich ab

Mark Schmidt von Mozilla, den Machern des Browsers Firefox, verkündete, dass Flash per Standard künftig in Firefox geblockt ist . Die Nutzer des Browsers müssen erst per Klick zustimmen dass sie auf eigene Gefahr den Flash-Player ausführen. In einem weiteren Tweet betont Schmidt zwar , dass es nur eine vorübergehende Maßnahme sei, aber auch im Lager des Browser Herstellers Chrome wurde schon angekündigt, dass künftige Versionen auf Flash verzichten wollen – allein schon um Batterielaufzeit zu sparen. Und auch der Browser-Neuanlauf Edge von Microsoft setzt auf HTML 5 und verbannt Flash (und das hauseigene Konkurrenzprodukt Silverlight).

Was ist nur mit Flash passiert, einer Plugin-Technologie, die mal die Speerspitze von Multimedia im Web war? Die Technik des Players scheint in vieler Hinsicht in die Jahre gekommen, sei es Sicherheit, Aspekte des Stromsparens und Performance. Auch wenn der Player noch verbreitet ist, wäre wohl die beste Lösung alte Zöpfe abzuschneiden und bei Multimedia, wie Video-Playern, komplett in Richtung HTML 5 zu setzen – wie es Adobe schon bei eigenen Webentwickler-Tools wie Edge Animate CC tut. Das Programm Flash selbst wird inzwischen eher als Animationswerkzeug für Spieleentwickeler angepriesen.

Wie Sie Flash abschalten oder kontrolliert einsetzen, erklären wir in diesem Beitrag .

Aber nicht nur Flash erregt immer wieder die Gemüter. Adobe eckte in seiner langen, bewegten Geschichte immer wieder mal bei den Usern an. Unsere Bildergalerie zeigt weitere Ärgernisse.

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