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Flash-Speicher sorgt für Probleme beim iPhone 6 Plus

07.11.2014 | 07:23 Uhr |

Wie eine koreanische Nachrichtenseite berichtet, soll es insbesondere beim iPhone 6 Plus mit 128 GB Speicher schwere Probleme geben und zu Abstürzen oder Neustart-Schleifen kommen. Dafür verantwortlich soll der eingesetzte Flash-Speicher sein.

Besonders Besitzer eines iPhone 6 Plus in der größten Speicherausstattung, also mit 128 GB, berichten von schwerwiegenden Problemen mit dem Gerät. Wenn die Nutzer beispielsweise zwischen den Apps wechseln oder Benachrichtigungen lesen möchten, dann soll dies häufig zu Abstürzen führen oder das Phablet schaltet sich in einen sogenannten "Boot-Loop", bei dem es sich immer wieder von selbst neustartet. Laut der koreanischen Nachrichtenseite Businesskorea.co.kr sollen deren Quellen aus der Industrie den verwendeten Flash-Speicher dafür verantwortlich machen.

Fehlerhafter TLC-NAND-Speicher in iPhones

Im Netz kursieren Meldungen, dass einige iPhone-Besitzer Ihr Phablet bereits bis zu viermal ausgetauscht haben, der Fehler aber immer noch bestehe. Auch das neueste iOS-Update habe keine Lösung gebracht. Bei der 128-GB-Version des iPhone 6 Plus setzt Apple auf sogenannte TLC-NAND-Speicherbausteine. TLC ist die Abkürzung für Triple-Level-Cell. Das bedeutet, dass die Speicherzellen gleich drei Bits pro Flashzelle speichern können. Das ist zwar etwas langsamer, dafür aber günstiger in der Produktion. Genau dieser Speicher soll die besagten Probleme verursachen.

Andere Quellen vermuten ein Problem im Speicher-Controller , der sich durch ein Firmware-Upgrade beheben ließe – Samsung und die SSDs der 840er-Reihe lassen grüßen. Doch falls es sich wirklich um fehlerhafte Flashzellen handelt, würde Apple nicht um eine Rückrufaktion herum kommen. Denn der Hersteller setzt den Speicher auch teilweise in anderen Geräten wie dem iPhone 6 und in diversen iPads ein.

Apple selbst weiß über die Probleme Bescheid, bezeichnet die Meldung aus Korea allerdings als Mutmaßung und betitelt die Probleme als ein sehr seltenes Phänomen: Der Fehler soll vor allem auftreten, wenn der Nutzer 500 bis 1000 Apps auf dem Gerät installiert habe.

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