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FlexGo: Microsoft führt Prepaid-PCs für Schwellenländer ein

22.05.2006 | 10:54 Uhr

Auf seiner Entwicklerkonferenz WinHEC hat Microsoft das gemeinsam mit Partnern entwickelte neue Konzept "FlexGo" vorgestellt, das die PC-Nutzung in Schwellenländern fördern soll.

Microsoft FlexGo
Vergrößern Microsoft FlexGo

Das "Pay-as-you-go-Computing" funktioniert im Prinzip wie bei Prepaid-Mobiltelefonen: Der Käufer erhält das Gerät in der Anschaffung günstiger, muss aber für die spätere Nutzung immer wieder aufs Neue bezahlen. FlexGo-PCs - die natürlich mit dem Betriebssystem Windows arbeiten - kann man für rund 300 Dollar kaufen, ihre Hardware würde normalerweise das Doppelte kosten. Eine bestimmte Nutzungszeit ist zunächst inklusive.

Die Systeme kommen mit spezieller Technik, die die Nutzungszeit erfasst und vor Ablauf des Kontingents warnt. Der FlexGo-Rechner schaltet dann zunächst in einen "Reserve-Modus", bei dem bereits bestimmte Funktionen eingeschränkt sind. Der Nutzer kann dann über das Internet oder Prepaid-Rubbelkarten neue Zeit kaufen. Tut er das nicht, wird der PC vollständig blockiert, bis man eine neue Karte erwirbt.

Microsoft wird FlexGo-Rechner ab dieser Woche in Brasilien auf den Markt bringen, wo der Redmonder Konzern solche Systeme bereits im vergangenen Jahr testhalber über die Handelskette Magazine Luiza an rund 1000 Käufer abgesetzt hatte. 31 Prozent dieser Kunden hätten sich sonst keinen Rechner angeschafft. In den folgenden zwei Monaten sollen die Prepaid-PCs dann auch in Mexiko, Russland, Indien und China auf den Markt kommen.

Bei der technischen Entwicklung hat Microsoft unter anderem mit Intel, AMD, Transmeta, Phoenix Technologies, Infineon, Lenovo sowie Transmeta zusammengearbeitet. Die Hardware bauen Lenovo (Indien und China), First National Computer (Brasilien), Excimir (Russland) und Avatar (Mexiko). (tc)

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