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AR Drone

23.11.2010 | 18:21 Uhr |

Die AR Drone könnte das Weihnachtsgeschenk des Jahres werden. Der High-Tech-Helikopter lässt sich per iPhone und iPad steuern, sendet Videobilder aus luftiger Höhe und erlaubt Anwendungen für Augmented Reality, wir testen das Fluggerät in der Praxis

Mit rund 400 Gramm ist die AR Drone ein echtes Leichtgewicht. Trotzdem ist der 300-Euro-Copter vollgestopft mit modernster Elektronik. Trägheits-Navigationssystem mit Ultraschall und Lagesensoren, vier Motoren, die für den Auftrieb und die Steuerung zuständig sind, sowie zwei Kameras für Live-Bilder nach vorne (Weitwinkel) und unten. Die Bildqualität ist mit 15 Bildern pro Sekunde in VGA-Auflösung nicht gerade berühmt, reicht aber für Web-taugliche Aufnahmen aus.

Vier einzeln gesteuerte Rotoren halt die Drone automatisch waagerechter Fluglage.
Vergrößern Vier einzeln gesteuerte Rotoren halt die Drone automatisch waagerechter Fluglage.

Die sensible Elektronik sorgt dafür, dass sich die Drone nach ein paar Minuten Gewöhnung sehr einfach über iPhone, iPod Touch und iPad fliegen lässt. Dafür baut die Drone ein eigenes Funknetz zu den Apple-Geräten auf, ist also nicht von anderen Netzen abhängig.

Der Hubschrauber nutzt für die Steuerung zum einen den Touchscreen der Geräte, reagiert zum anderen aber auch auf deren Lagesensoren und fliegt dahin, wohin man das iPhone neigt.

Leichtgewicht mit Hightech

Das geballte Hightech-Aufkommen hat seinen Preis. Nach nur zwölf Minuten ist der Kurzflug vorbei, denn dann ist der Akku leer. Das entspricht zwar immerhin sechs Mal dem kürzesten Linienflug der Welt von Westray nach Papa Westray in Schottland, ist aber eindeutig zu wenig. Die anschließende Lade- und Wartezeit beträgt zudem rund 1,5 Stunden. Da wäre es schön, wenn ein Ersatzakku zum Zubehör gehören würde. Für rund 30 Euro gibt es den aber nur optional.

Zur Steuerung der Drone gibt es eine Handvoll vom Funktionsangebot her unterschiedlicher Apps. Das Basisprogramm ist kostenlos, eine etwas umfangreichere App (Matrix Flight HD) kostet 99 Cent. Für Gerät mit iOS 4 gibt es zudem eine App, die das Aufnehmen des Videostreams erlaubt. Alle Apps bieten Basisfunktionen, zu denen auch das Einstellen der Steuerempfindlichkeit gehört. Das gibt vor allem Anfängern bessere Möglichkeiten, die sensibel reagierende Drone in den Griff zu bekommen.

Die Steuerung der Drone übernehmen spezielle iPhone-Apps
Vergrößern Die Steuerung der Drone übernehmen spezielle iPhone-Apps

Die kostenpflichtigen Apps bieten darüber hinaus diverse Zusatzfunktionen für Kunstflugaktionen oder für das einfache Aufnehmen und Ablegen von Bildern der Onboard-Kameras.

Das Grundgerüst der Drone ist aus einer haltbaren Kohlefaser/Kunststoff-Mischung gefertigt. Für Indoor-Flüge gibt es eine Stoßhülle aus demselben Material. Die bricht zwar beim Test nach einer Kollision mit der Wand an einer Stelle durch, lässt sich aber schnell wieder flicken.

Überhaupt erweist sich die AR Drone bei den Testflügen und -Abstürzen als erstaunlich robust: Zwar bricht im Test auch das ein oder andere Beinchen, die hervorragenden Flugeigenschaften der Drone beeinflussen diese Schäden aber nicht im geringsten.

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