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Flugdrohnen: Amazon droht US-Luftfahrtbehörde

11.12.2014 | 08:32 Uhr |

Amazon ist sauer auf die US-Luftfahrtbehörde. Weil diese keine freien Drohnen-Flüge am Himmel über den USA erlaubt, will Jeff Bezos die Drohnenforschung in andere Länder verlegen.

Amazon experimentiert mit Flugdrohnen als Mittel zur besonders schnellen Warenzustellung. Die Flugdrohnen sollen im Rahmen von „Amazon Prime Air“ Pakete innerhalb von nur 30 Minuten zustellen. Amazon konkurriert dabei mit in den USA mit Google Project Wing.

Bereits im Sommer 2014 hat Amazon bei der US-Luftfahrtbehörde die Erlaubnis für die Erprobung von Flugdrohnen im Luftraum über den USA beantragt . Und zwar in der freien Wildbahn, Amazon will die Drohnen also frei über die USA fliegen lassen.

Doch die US-Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration) hat strenge Vorgaben für die kommerzielle Nutzung von Flugdrohnen. Sie befürchtet eine Gefährdung des Luftverkehrs durch Zusammenstöße mit Flugdrohnen. Und verweigert Amazon deshalb die Flugerlaubnis für die Drohnen. Das hat nun den Unmut von Amazon erregt, wie das Wall Street Journal schreibt.

Demnach drohe Amazon damit seine Forschung zunehmend ins Ausland zu verlagern, wo Amazon die nötige Flugerlaubnis leichter bekomme. Das hat Amazon jetzt in einem Brief an die US-Luftfahrtbehörde FAA angedroht.

Amazon testet seine Flugdrohnen bereits in Großbritannien. Und die dortigen Tests sowie Tests in anderen Staaten sollen deutlich ausgeweitet werden, wenn Amazon seine Paket-Drohnen nicht endlich über den USA fliegen lassen darf. Vor allem will Amazon dann seine zuständige Entwicklungsabteilung ins Ausland verlagern.

Bisher dürfen die Amazon-Drohnen in den USA nur im Labor und auf dem Amazon-Versuchsgelände fliegen.

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