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Forbes: Wall Street munkelt über neuen Apple-CEO

23.04.2013 | 09:58 Uhr |

Wall Street munkelt über eine baldige Ablösung von Apple-CEO Tim Cook, berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes. Es gebe zwar keine belastbaren Beweise dafür, doch soll etwas im Anzug sein, kolportieren anonyme Quellen.

Auch wenn der Aufsichtsrat noch keine derartigen Schritte eingeleitet habe, sollen einige Großaktionäre mit einer Ablösung des Jobs-Nachfolgers liebäugeln . Seit dem Allzeithoch vom September hat die Apple-Aktie fast die Hälfte ihres Wertes verloren und wird derzeit zu Preisen gehandelt wie zuletzt im Dezember 2011 - kurz nach Cooks Inthronisation als Apple-CEO. Mindestens ein Investor glaubt daran, Apple suche bereits einen Nachfolger, der glaubwürdig hohe technische Expertise einbringen soll, Apple drohe sonst das Schicksal von Hewlett-Packard und JC Penney. Es gebe derzeit keine Anzeichen auf eine Kurssteigerung, Apple wird am Dienstag Abend die Bilanz für das zweite Quartal und einen Ausblick auf das laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 vorlegen.

Trotz des jüngsten Kursverlusts halten die meisten Finanzanalysten weiter an der Apple-Aktie fest und empfehlen den Kauf oder das Papier zu halten, führt Forbes weiter aus. Grund seien die Barreserven von 137 Milliarden US-Dollar, welche das Unternehmen einsetzen könnte, um Anleger wieder zufrieden zu stellen. Trotz makroökonomischer Ungewissheiten und zunehmender Konkurrenz würden iPhone und iPad Apple bis mindestens 2015 stabile Gewinne bescheren, zitiert Forbes Scott Kessler von S&P IQ, zudem könne Apple sein Vermögen für weitere Aktienrückkäufe und höhere Dividenden einsetzen.

Wie das Gerücht einzuordnen ist, erklärt Fortune-Autor Philip Elmer-Dewitt , indem er genau den Urheber benennt. Erstmals von einer möglichen Ablösung Cooks habe der Investmentbanker Doug Kass getwittert, unter Bezug auf seinen notorischen "Gnom in den Alpen" . Diesen habe er laut Fortune bereits im Februar bemüht, um ein Gerücht über einen möglichen Aktiensplit zu streuen - Kass habe von einem Kursanstieg profitiert und danach das Gerücht als gegenstandslos bezeichnet. In die gleiche Kerbe wie Forbes und Kass schlage auch der als Apple nicht wohlgesonnene Analyst Rob Enderle, führt Elmer-Dewitt weiter aus. Die Vorbehalte gegen Tim Cook würden also nur ausgewiesene Apple-Gegner schüren, schlussfolgert der Fortune-Autor. Tim Cook genieße nach wie vor hohes Ansehen - und der Aktienkurs stehe nach wie vor höher als im August 2011, als Cook die Nachfolge des todkranken Steve Jobs antrat.

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