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Ford-Fahren mit Internetanschluss

01.08.2000 | 00:00 Uhr |

Die Ford Motor Company und die amerikanische
Mobilfunktechnologiefirma Qualcomm Inc. bilden eine gemeinsame
Gesellschaft, die Mobilfunk- und Informationsdienste für Autos
entwickeln und anbieten soll. Dies haben Ford und Qualcomm am Montag
bekannt gegeben.

Es sollen ab 2001 Mobilfunk-Unterhaltungs-, Internet- und
Sicherheitsdienste offeriert werden. Ford tritt damit in direkten
Wettbewerb mit General Motors. GM bietet bereits auf limitierter
Basis über seine Onstar-Sparte solche Dienste an.

Ford geht davon aus, dass Ende 2002 bereits eine Million Autos
und ein Jahr später drei Millionen Autos solche Dienste empfangen
können. Bis Ende 2004 werden praktisch alle Autos und Nutzfahrzeuge
für den Empfang ausgestattet sein. Die US-Consultingfirma
International Data Corporation schätzt, dass der so genannte
Telematic-Markt von einer Milliarde Dollar im Jahr 1998 bis 2010 auf
42 Milliarden Dollar zulegen wird.

Die neue Gesellschaft wird vorerst als Wingcast firmieren und ihre
Dienste zunächst den Autofahrern in den USA anbieten. Der japanische
Automobilhersteller Nissan will ebenfalls die Wingcast-Dienste für
bestimmte seiner Luxus-Modelle anbieten.

Ford und Qualcomm werden sich an Wingcast beteiligen, doch gaben
die Unternehmen nicht bekannt, in welchem Umfang. Außerdem wird der
amerikanische Autotelematic-Ausrüster Cartell Minderheitsaktionär.
Harel Codesh, der früher entsprechende Aktivitäten bei Microsoft
leitete, wird Wingcast-Chef. Das Unternehmen wird in San Diego
angesiedelt.
dpa

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