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Forscher stellen den Nachfolger der SSD her

26.11.2015 | 11:48 Uhr |

Memristoren erlauben höhere Speicherdichte und könnten Flash ablösen. Noch handelt es sich aber um Grundlagenforschung.

Physikern der  ETH Zürich ist die Herstellung eines Memristors auf Basis einer fünf Nanometer dicken Perowskitschicht gelungen, berichtet Pro-Physik.de . Die Entwicklung könnte nicht nur zu Speichern mit deutlich höheren Datendichten führen, die den Flash-Speicher ablösen, sondern eröffnen laut der Forscher völlig neue Methoden der Informatik. Denn ihr Memristor kennt neben 0 und 1 noch einen dritten Zustand und würde somit Dreifachinformationen, "Trits", bereitstellen können. Die Zustände eines Memristors können zudem von vorherigen Informationen abhängen, die Bauteile wären unter Umständen Grundlage bei der Errichtung von neuronalen Netzwerken. „Die Eigenschaften eines Memristors hängen von der Vorgeschichte ab“, erläutert die Physikerin Jennifer Rupp. „So kann man Neuronen nachahmen, die die Information erst dann übertragen, wenn eine bestimmte Aktivierungsschwelle erreicht ist.“ Die Forschung führe jedoch auch zu einem besseren Verständnis der Materialeigenschaften und sollten Einfluss auf die Entwicklung von Speichertechnologien haben. ( Link zur Originalveröffentlichung )

Memristoren benötigen deutlich weniger Spannung als DRAM-Elemente und könnten daher dereinst Flash ablösen. Ihr Einsatz in Schaltungen, die künstliche Intelligenz erzeugen, ist aber kaum mehr als Zukunftsmusik. Erste Memristoren auf Titandioxid-Basis hatten vor sieben Jahren bereits Forscher von Hewlett-Packard hergestellt.

Die Theorie des Memristoren ist seit den frühen 70ern bekannt, neben Spule, Widerstand und Kondensator ist er das vierte fundamentale Bauteil elektrischer Schaltungen

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