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Forscher wollen das Licht bändigen

12.07.2007 | 10:28 Uhr

Wissenschaftler dreier Unis erhalten von der DFG 1,7 Millionen Euro für Forschungen im Bereich der Photonik. Ihre Ergebnisse können z.B. zur Entwicklung neuartiger Bildschirme und einer leistungsfähigen optischen Signalverarbeitung beitragen.

Sprecher der Forschergruppe „Photonik“ ist Professor Dr. Karsten Buse. Er ist Inhaber der Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur der Deutschen Telekom AG an der Universität Bonn . „Licht ist sehr vielseitig einsetzbar. Unsere Untersuchungen bieten spannende Grundlagenphysik und sind gleichzeitig sehr anwendungsnah. Glasfasernetze, CDs und DVDs, aber auch moderne Bildschirme wären ohne die Fortschritte auf diesem Gebiet nicht denkbar“, so Buse.

Käfig für Licht: Die leuchtende runde Scheibe ist ein Resonator, gefertigt aus einem Lithiumniobat-Kristall. Mit einem Prisma wird Licht eingekoppelt. Es ist in dem Resonator wie in einem Käfig gefangen, bis es durch Streuung entweicht. Zuvor hat es aber tausend oder mehr Umläufe in dem Kristall zurückgelegt. (c) Daniel Haertle, Universität Bonn, Bilderwerk
Vergrößern Käfig für Licht: Die leuchtende runde Scheibe ist ein Resonator, gefertigt aus einem Lithiumniobat-Kristall. Mit einem Prisma wird Licht eingekoppelt. Es ist in dem Resonator wie in einem Käfig gefangen, bis es durch Streuung entweicht. Zuvor hat es aber tausend oder mehr Umläufe in dem Kristall zurückgelegt. (c) Daniel Haertle, Universität Bonn, Bilderwerk
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Das Ziel der Forschergruppe ist, die Wechselwirkung von Licht und Materie deutlich zu verstärken, um effizienter und schneller mit Licht arbeiten zu können. Dazu werden Materialien wie beispielsweise Gläser und Metalle sehr fein auf der Mikro- bis Nanometerskala strukturiert. Dies soll zu neuartigen optischen Eigenschaften führen.

Neben einem Verständnis der physikalischen Grundlagen können aus der Forschergruppe insbesondere neuartige Lichtquellen und empfindliche Sensoren entstehen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt bei den Physikern der Universität Bonn. Außerdem tragen die Bonner Physikalische Chemie sowie Arbeitsgruppen der Universitäten Mainz und Stuttgart mit je einem Teilprojekt bei. (dsc)

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