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Fortschritte bei Mac-OS X

16.05.2000 | 00:00 Uhr |

Entgegen der Präsentation auf der Eröffnungsveranstaltung zur
weltweiten Entwicklerkonferenz in San Jose durch Apple-Chef Steve
Jobs sind in der neusten Version von Mac-OS X, Developer Preview (DP)
4, eine Fülle von Fortschritten zu sehen. Die neuste Version des
kommenden Mac-Betriebssystem war nach der Eröffnungsveranstaltung an
Entwickler ausgegeben worden. Während Jobs bei seiner Präsentation
eher kosmetische Änderungen beispielsweise am Dock und am Finder
präsentiert hatte, sind die wahren Fortschritte erst nach einer
Installation zu sehen. So sind beispielsweise die Länderanpassung,
der Internet-Zugang, die Integration der Classic-Umgebung und die
3D-Umgebung Open GL nun verbessert beziehungsweise erstmals vorhanden.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

Verbesserte Integration der Classic-UmgebungVerbesserte Einstellungsmöglichkeiten Änderungen an der Aqua-Oberfläche Änderungen am FinderÄnderungen am DockIntegration von Open GL

Eines der Highlights, zumindest aus deutscher Sicht, ist die
Internationalisierung des Mac-Betriebssystems. Applikationen lassen
sich sehr einfach lokalisieren, und welche Länderversion er
bevorzugt, kann der Anwender im Betriebssystem einstellen. In DP 4
kann man dies schon sehen. Die Ländereinstellung für die
Applikationen nimmt man in den Einstellungen vor. Dort gibt man
beispielsweise als erste Präferenz Deutsch an, als zweite Englisch.
Das Betriebssystem sorgt nun dafür, dass, falls vorhanden, die
lokalisierte Version eines Programms geladen wird. Ist nur eine
US-Version vorhanden, dann startet diese automatisch. In der DP 4
gibt es schon einige zumindest teilweise lokalsierte Applikationen.
Startet man beispielsweise das eingebaute Screenshot-Programm, dann
zeigt sich dieses in der deutschen Version, ohne dass man weiß, dass
es lokalisiert vorliegt. Andere, nicht angepasste Programme, starten
automatisch in der US-Version. Damit sind die Zeiten vorbei, in denen
man immer zuerst die US-Version eines Programms aus dem Internet ludt
und später noch einmal die lokalisierte Version. Unter Mac-OS X
bedarf es lediglich einer kleinen Extra-Datei, um ein Programm in
Deutsch zu erhalten. Den Rest erledigt das Betriebssystem.

Ebenfalls möglich ist nun der uneingeschränkte Datenaustausch
zwischen Mac-OS X und der Classic-Umgebung. Per Drag-and-drop kann
man nun Daten von der einen zur anderen Umgebung transferieren - mit
der letzten Version war das noch nicht möglich. Und sogar Clips
lassen sich nun übertragen. Aktiviert man in einer
Classic-Applikation einen Text, dann kann man ihn mit der Maus auf
den Schreibtisch oder in ein Mac-OS-X-Programm ziehen, wo er zur
weiteren Verarbeitung zur Verfügung steht.

Dies sind nur einige der Highlights, die DP 4 zu bieten hat. Mehr zur
neuesten Version von Mac-OS X später an dieser Stelle. sh

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