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Foto Magico 2 präsentiert Fotos mit Anspruch

12.03.2007 | 11:40 Uhr |

"Nie wieder werden ihrer Zuschauer einschlafen", verspricht Boinx aus München und stellt bereits Version 2 seiner Foto-Präsentationssoftware vor. Die Applikation erstellt aus Bildmaterial Slideshows - und stellt dafür deutlich mehr Effekte und Optionen zur Verfügung als etwa iPhoto oder Aperture.

Die neue Version 2 geht noch weit über den Vorgänger hinaus und bietet vor allem mehr Möglichkeiten, die fertigen Präsentationen zu exportieren: als selbstausführende Programme und als Bildschirmschoner.

Ansprechende Fotos muss man noch selbst schießen, für die attraktive Zusammenstellung zu virtuellen Diaschauen aber will FotoMagico verantwortlich zeichnen. Das Programm stellt eine übersichtliche Oberfläche und zahlreiche Übergangseffekte zur Verfügung, mit der kreative Anwender ihr Material zu einer Slideshow zusammenstellen und in verschiedensten Formaten verbreiten können.  

Selbstausführende Präsentationen

Die neue Version 2 kann aus fertigen Präsentationen jetzt selbstausführende Dateien erstellen - Kunden, Freunde und Bekannte können sie sich an ihrem eigenen Mac ansehen, ohne FotoMagico besitzen zu müssen. Mit der Pro-Version der Software kann der Benutzer sogar bestimmen, bis zu welchem Datum sich die Präsentation ausführen lässt, wie oft man sie anschauen kann oder ob sie unbeschränkt zur Verfügung steht. Noch immer lässt sich sowohl in der Pro- als auch der Express-Version auch eine DVD erstellen und etwa per Post verschicken - dabei allerdings geht die Qualität hochauflösender Fotos verloren.  

Jetzt auch als Bildschirmschoner

Was für den Hobbyfotografen nur eine spannende Spielerei sein mag, könnte Profifotografen eine zusätzliche Einnahmequelle bescheren: FotoMagico 2 erstellt aus Fotoshows auch Bildschirmschoner für Mac OS X: Im Handumdrehen und mit allen Bild- und Ton-Effekten. Dabei lassen sich mit der Pro-Version die gleichen Einschränkungen auferlegen wie beim Exportieren in Standalone-Präsentationen. So lassen sich Testversionen für kommerzielle Bildschirmschoner erstellen, die nach einer festgelegten Anzahl von Aufrufen oder Tagen aufhören zu funktionieren.  

Mit Wasserzeichen geschützt

Auch schützt die Pro-Version Fotomaterial jetzt mit Wasserzeichen, die man über die (ganze) Präsentation legt. Profis, erklärt der Hersteller, verwenden diese Funktion, um ihr Logo oder ihre Copyright-Informationen einzuarbeiten. Es ließen sich damit aber auch Effekte erzielen, etwa kann man so Rahmen hinzufügen. Sie sind allerdings statisch, warnt Boinx, und die ganze Präsentation hinweg sichtbar. Mit der Express-Version erstellte Präsentationen und Bildschirmschoner tragen ein Wasserzeichen des Herstellers, das sich nicht entfernen lässt.  

Im neuen Look

Der Hersteller hat auch die Benutzeroberfläche überarbeitet, noch einmal einfacher gestaltet die Bedienung an aktuelle iLife-Anwendungen angeglichen. Ein neues Informations-Panel liefert Details zu Bildern und Songs und eine Werkzeugleiste fasst Grundfunktionen übersichtlich zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit Mac OS X hat sich weiter verbessert: Dokumente lassen sich jetzt mit Spotlight durchsuchen. Zuletzt verspricht der Hersteller auch mehr Geschwindigkeit, beim Anzeigen von Thumbnails der Medien in der Bibliothek beispielsweise: "Minutenlange hohe Prozessorlast ist nun ein Ding der Vergangenheit", scheibt er. Außerdem entstünden keine Pausen mehr, wenn man Präsentationen in Schleife setze. Wenn Boinx auf seiner Internetseite meint, die Software richte sich an Fotografen, dann meint der Hersteller: Jeder kann FotoMagico intuitiv bedienen, man muss dazu kein Experte sein. Die Software ist aber sowohl für ambitionierte Hobbyfotografen als auch für Profis geeignet. Insbesondere den professionellen Anspruch unterstreicht Boinx mit der neuen Version. Die Express-Version kostet 49 US-Dollar, die Pro-Version 129 Dollar. Sie kann zusätzlich auf Aperture-Bibliotheken zugreifen, Wasserzeichen einbauen, HD-Filme exportieren und stellt mehr Einstellungen für die Export-Funktion bereit. Das Update auf die Pro-Version gibt es bis Ende Mai billiger - für 30 Dollar. Mit einer Lizenz kann man die Software auf zwei Computern installieren, allerdings darf man sie zur selben Zeit immer nur auf einem ausführen. Allerdings gibt es auch eine Familienlizenz (79 und 199 Dollar), mit der sich FotoMagico auf bis zu fünf Computern in einem Haushalt gleichzeitig ausführen lässt. Mindestvoraussetzung für FotoMagico sind Mac OS X 10.4 und QuickTime 7.1, außerdem mindestens ein G4-Prozessor mit 800 Megahertz und eine Grafikkarte mit 64 Megabyte RAM. Für den uneingeschränkten Einsatz empfiehlt der Hersteller einen G5- oder Intel-Core-Duo-Prozessor und 128 Megabyte Grafikspeicher.

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