Foto-Special zur Photokina
32 Mac-Tools für Digitalfotografen
Acorn 2.3 ist eine recht funktionsreiche Bildbearbeitung, die auch Ebenen unterstützt. Als Filter nutzt die englischsprachige Software Core Image-Filter, hier profitiert das Programm von einer schnellen Grafikkarte. Bequem kann man mehrere Effekte wie Schärfen oder Skalieren verketten, ein Vorschaufenster zeigt die Wirkung der Effekte in Echtzeit. Ungewöhnlich ist ein Brush Designer für das Erstellen eigener Pinsel, auch Zeichentabletts werden unterstützt. Eine Web-Exportfunktion ist ebenfalls integriert. In der aktuellen Version, für die Mac OS X 10.6 vorausgesetzt wird, kann Acorn nun auch RAW-Bider direkt bearbeiten und beherrscht das perspektivische Transformieren. Das Programm läuft nach einer Trial-Periode als Frei-Version mit eingeschränktem Funktionsumfang weiter; für die Vollversion sind 50 US-Dollar zu investieren.
Apimac Slideshow (Preis 30 Dollar) ist klein, simpel und effizient: Bilder oder Ordner ins Fenster ziehen, Musik dazu, Abspielsteuerung und Übergänge einstellen, Hintergrundbild und Ausgabeformat (Player für Mac oder Windows, DVD, Flash- oder Quicktime-Film) bestimmen – fertig. Die Gestaltungsmöglichkeiten beschränken sich auf das Wichtigste. Die Diashows lassen sich als selbstablaufendes Programm oder als Film-Datei exportieren. Ein Tipp für alle, die ohne großen Aufwand zur Profi-Präsentation kommen wollen.
Brush Pilot ist ein interessantes Tool für Photoshop-Anwender, die mit dem Pinsel-Werkzeug arbeiten und dabei auf viele abr.-Dateien (Pinselspitzen-Sammlungen) zugreifen. Das auf Spotlight zugreifende Programm findet automatisch alle Pinselspitzen-Dateien auf dem Mac und zeigt Pfad und Vorschau dieser Dateien. Die Größe der Anzeige ist einstellbar. Installierte Photoshop-Versionen kann das 15 US-Dollar kostende Tool erkennen, ebenso zugeordnete Pinsel. Außerdem installiert und löscht Brushpilot die Pinselspitzen-Dateien.
Lädt man ein oder mehrere Bilder in das für 19 US-Dollar angebotene Programm Camera Bag Desktop, kann man ihnen das Aussehen von alten Fotos verleihen. Filter wie Helga, Magazin, 1962, Colorcross ändern Farbe, Kontrast und andere Bildeigenschaften. Anpassen kann man die Effekte über die Funktion Reprocess, der Effekt wird dann mit verschiedenen Belichtungen wiederholt. Auch ein Rahmen und ein Bildformat kann ergänzt werden, etwa um das Bildformat eines Polaroid-Fotos zu simulieren. Die Kombination mehrerer Effekte kann man als Preset speichern, Batch-Bearbeitung ist möglich. Speichern kann man die Bilder in verschiedenen Größen, als JPEG, PNG oder Tiff. Camera Bag gibt es auch als App für iPhone und iPad.
Cocoa Slideshows ist ein einfach bedienbares Diashow-Programm, mit dem man auch große Mengen an Bildern schnell sichten kann. Man wählt einen Ordner aus und das Programm listet die Bilder in einer Seitenleiste auf, in dem Hauptfenster sieht man eine Voransicht. Man kann nun Bilder vor der Präsentation drehen, aus der Liste entfernen und löschen. Die Vollbildansicht unterstützt die Apple Remote, gestartet wird die Präsentation mit der Menu-Taste, mit der Play-Taste dreht man ein Bild. Geblättert wird mit den Pfeiltasten (oben/unten). Auch das Ergänzen von Metadaten wie EXIF- oder IPTC-Daten ist möglich, GPS-Daten und Google Earth werden unterstützt. Die aktuelle Version korrigiert einen Fehler beim Umgang mit GPS-Daten.
Weit über hundert versteckte Funktionen von Photoshop Elements will das Program Elements+ freischalten und über die Effekte-Palette bereitstellen. Eine Liste mit Beschreibung dieser Funktionen findet man auch auf der Webseite. Besonders interessant ist die frei einstellbare Gradationskurve. Ebenso dabei ist eine Ebenenmaskenfunktion sowie der Kanalmixer, der sich besonders als Alternative zum Filter „Überarbeiten > In Schwarzweiß konvertieren“ eignet. In der Version für Elements 8 ist auch die beliebte Funktion „Dynamik“ freigeschaltet. Elements+ kostet für die Versionen 6 und 8 12 US-Dollar und für ältere Versionen 10 US-Dollar.
Die in eine Foto eingetragenen EXIF-Informationen nutzt EXIF-Renamer für das Umbenennen. Verschiedene Datumsformate stehen zur Wahl, man kann auch Unterordner erstellen lassen und Prefix und Suffix ergänzen. Ein Foto erhält etwa statt einem Dateinamen wie "IMG_0475.jpg" einen aussagekräftigeren Dateinamen wie "2010-02-18_11-57-54.jpg". Unterstützt werden auch einige RAW- und Video-Formate. Einige Zusatzoptionen ermöglichen etwa das Löschen bestimmter Dateien und Ändern der File Creator ID. Mit Digitale Bilder ist die aktuelle Version des Programms kompatibel.
Das Photoshop-Plug-in EZlect ist eine gute Hilfe, wenn man Objekt oder Personen vom Hintergrund freistellen will. Die Methode ist simpel: Man erstellt eine neue Ebene und markiert mit zwei verschiedenen Markern Teile des Hintergrundes und des Objekts. Automatisch erkennt das Tool Kanten und Flächen, das Objekt wird "stückweise" ausgewählt. Der Glättungseffekt ist in fünf Stufen einstellbar. Weniger gut funktinoiert das Tool allerdings bei unscharfen Kanten. Laut Hersteller ist die Erweiterung mit allen 32-Bit-Versionen von Photoshop und Photoshop Elements kompatibel.
Eine Flickr-Account kann man mit dem übersichtlichen Desktop-Programm Flickery verwalten, dessen Oberfläche etwas an iPhoto erinnert. Das Tool dient zugleich dem bequemen Upload und dem Zugriff auf Flickr. Umfangreich sind die Funktionen beim Upload, so kann man per Google Maps den Ort des Fotos zuweisen, Schlagwörter und weitere Infos ergänzen. Auch eine kleine Bildbearbeitung ist integriert. Zugleich ist das Tool (15 Euro) ein Flickr-Browser, der die Fotos des Dienstes durchsuchen und im Vollbildmodus anzeigen kann. iChat Theater, E-mail und Twitter werden als Kommunikationswerkzeuge unterstützt.
Ein echter Diashow-Spezialist ist Foto Magico von Boinx (Preis: 25 Euro Home-Edition, 140 Euro Pro-Edition): Nach dem Start fragt das Programm mit seiner Oberfläche im intuitiven Stil von iPhoto gleich nach dem Ausgabemedium (Computer, TV, Beamer) und passt von Anfang an die Größe der Präsentation an. Fotos fügt man direkt beispielsweise aus der iPhoto-Bibliothek hinzu, wählt und verändert die Übergänge, erstellt einen Soundtrack aus der iTunes-Sammlung und Texttafeln. Vorbildlich sind auch die Exportoptionen: Appletv, DVD, Quicktime-Film, HD-Video, YouTube, iPod, iPhone und neu in Version 3.5 iPad stehen dort bereit und lassen kaum Wünsche offen. In der Pro-Version wird zudem über Plug-ins mit Aperture, Lightroom, Final Cut, Motion und After Effects integriert. Außerdem beherrscht die Pro-Version mehrere Tonspuren sowie die Optimierung der Präsentationsauflösung auf das jeweilige Ausgabegerät.
Digitale Bilderrahmen speichern Bilder auf einem internen Speicher oder einer Speicherkarte. Das Befüllen dieser Anzeigegeräte kann das Tool Frame Loader vereinfachen. Profile für einige Modelle sind vorinstalliert, man kann die Vorgaben aber auch manuell festlegen. Automatisch skaliert das Tool Fotos dann etwa auf eine geeignete Größe und kopiert die Dateien in bestimmte Ordner. Videos und Audiodateien überträgt das Tool ebenfalls. Als Videoformat wird allerdings nur MPEG4 unterstützt. Unsichtbare Mac-Dateien, die Probleme verursachen können, werden nicht mit übertragen. Besonders praktisch: Man kann das Speichermedium mit bestimmen iPhoto-Alben synchronisieren, der Datenabgleich startet auf Wunsch sogar automatisch. Auch für Besitzer von HD-Fernsehern, die Fotos auf einer Speicherkarte anzeigen, ist das Tool interessant.
Vieles was Photoshop kann, gibt es mit Gimp 2.6 kostenlos. Fortgeschrittene Bildbearbeitungstechniken mit Ebenen, Farbkanälen und viele Filter sind hier bereits dabei. Allerdings muss man sich entweder schon gut mit der Bildbearbeitung auskennen oder sich intensiv mit den Möglichkeiten von Gimp beschäftigen, denn komfortabel ist das Programm nicht. Die automatischen Korrektur-Werkzeuge sind deutlich schlechter als die von Photoshop (Elements). Voraussetzung für Gimp ist die Softwarebibliothek X11, die auf der Installations-CD von Mac-OS X enthalten ist. Trotz aller Hürden: Die an professionelle Ansprüche heranreichende Funktionsvielfalt macht das kostenlose Gimp zum Werkzeug der Wahl, um kostenlos Bilder am Mac zu bearbeiten. Allerdings: Für Profis ist Gimp keine Alternative zu Photoshop.
Ein alter Bekannter für alle Fotobearbeiter am Mac ist Graphic Converter. Das Tool hat einen ganzen Bauchladen an Funktionen. Zwar sind seine Bildbearbeitungsmöglichkeiten nicht komfortabel, allerdings glänzt es vor allem mit sehr guten und umfangreichen Stapelverarbeitungsmöglichkeiten. So lässt sich ein ganzer Ordner voll Bilder in ein bestimmtes Format ändern, auf Wunsch kann man sogar Aktionen anhängen – beispielsweise die Bildgröße ändern oder das Bild beschneiden. Die Software lässt sich bis auf die Stapelverarbeitung und die Rahmenfunktion in vollem Umfang kostenlos nutzen, die anwachsende Zeitverzögerung beim Starten wird man aber nur mit einem Lizenzschlüssel für die 30 Euro kostende Shareware los.
Hat man eine Aufnahmeserie mit verschiedenen Schärfebereichen, kann Helicon Focus diese kombinieren. Sinn macht dies etwa bei Makroaufnahmen, bei denen nur kleine Teile des Bildes scharf sind oder Landschaftsaufnahmen. Automatisch justiert und skaliert das Programm dazu mehrere Bilder. Dabei unterstützt es neben JPEGs auch RAW und 16-Bit-Tiffs. Das Programm ist in drei Versionen verfügbar, die teurere Pro-Version bietet etwa zusätzliche Bearbeitungsfunktionen die Version Pro Multiprocessor unterstützt mehrere CPUs. Die Preise reichen von 24,50 Euro für eine Jahreslizenz der Lite-Version bis 204,50 Euro für die unlimitierte Pro-X64-Version.
Kleine Fotos kann das Tool Image Enlarger vergrößern. Dabei ist die Bildqualität erkennbar besser als bei der Skalierung mit einer Bildbearbeitung. Um die Verpixelung des Bildes zu vermeiden, verwendet das kostenlose Tool einen eigenen Algorithmus. Filter für Schärfe, Dithering, Störungen und Flatness lassen sich anpassen. Über ein Vorschaufenster kann man die Ergebnisse kontrollieren, das Endergebnis sichert man mit dem Befehl "Calculate". Kommerzielle Konkurrenen der Freeware sind etwa Photo Zoom und Genuine Fractals.
Einzelnen Fotos oder ganzen Bilderordnern kann man mit Image Tagger EXIF-Tags zuweisen. Die englischsprachige Freeware nutzt die Open Source-Anwendung exiftools um ein Foto mit zusätzlichen Metadaten zu versehen. Beim Start greift das Tool auf einen voreingestellten Ordner zu und sortiert die Bilder auf Wunsch in chronologisch sortierte Ordner. Fünf Kategorien sind vorgegeben, man kann aber auch eigene Tags über die Voreinstellungen erstellen.
Auf den sogenannten Core Image-Filter des Systems basiert auch die Bildbearbeitung Image Tricks. Man kann damit Fotos bearbeiten aber auch Grafiken erstellen. Die Bildbearbeitung ist als Freeware und als 20 US-Dollar teure Pro-Version nutzbar, deutschsprachig und bietet neben Grundfunktionen wie Beschneiden und Skalieren sehr viele Filter und Effekte. Die beiden Versionen unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl der verfügbaren Effektfilter. So bietet die kostenlose Version 77 und die Pro-Version 95 Effekte und Filter. Auch das Generieren von Bildern ist mit so genannten Generatoren möglich, etwa für Hintergründe.
iPhoto besitzt eine Backup-Funktion und mehrere Exportoptionen. Eine interessante Alternative bietet aber iPhoto to Disk. Die Freeware listet alle Ereignisse der iPhoto-Bibliothek auf und kann einzelne , mehrere oder gleich alle Ereignisse exportieren. Die Bilder werden dabei in Ordner mit Jahr und Entstehungsdatum sortiert. Das erleichtert im Unterschied zu anderen Exportarten die Weiterverarbeitung mit anderen Programmen. Auch das Umbenennen der Dateien mit dem Namen des Ereignisses, Titel oder Originalnamen wird unterstützt. Videos kann man vom Export ausschließen.
Hat man einen Twitter-Account, kann man mit den gleichen Anmeldedaten über den Dienst Twitpic Bilder veröffentlichen. Mit der Erweiterung iPhoto2Twitter ist dies über die Exportfunktion von iPhoto möglich. Man kann hier auch gleich den Text ergänzen, eine Zählfunktion ist integriert. Die Anmeldedaten gibt man über die Option "Setup" ein, der Schlüsselbund wird unterstützt. Die unregistrierte Version kann nur Bilder mit 500 x 500 Pixel Größe exportieren und ergänzt ein Wasserzeichen. iPhoto 08 ist die Voraussetzung.
In einen gewählten Zielordner speichert das Programm iWatermark mehrere Fotos in einem Rutsch mit dem jeweils gewünschten Wasserzeichen, einige Vorlagen bietet das Tool bereits an. Zusätzlich (oder statt eines Wasserzeichens) lassen sich die Fotos skalieren, umbenennen und mit IPTC-Daten versehen. Das für 16 Euro zu erwerbende Wasserzeichen-Programm gibt es für Mac und iPhone.
Aufwendige HTML-Galerien mit Fotos und sogar Filmen erstellt die Freeware JAlbum. Das auch für Linux und Windows verfügbare Programm bietet eine große Auswahl an Vorlagen und kann die erstellten Bildergalerien sogar automatisch auf einen FTP-Server laden. Die etwas spartanische Oberfläche kann ihre Herkunft aus der Java-Welt nicht verleugnen und ist auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Durch die vielen Vorlagen und Drag-and-Drop-Unterstützung ist aber die Bedienung recht simpel. Auch die vom Tool erstellten Mini-Bilder sind von guter Qualität. Anspruchvollere Anwender können die Galerieerstellung sogar per Script steuern oder eigene HTML-Vorlagen erstellen. Die aktuelle Version kann Bilder schneller skalieren, unterstützt beim Hochladen die Technologie Zipstream und wurde in vielen weiteren Details verbessert.
Der Effekt hat vor ein paar Jahren für Verblüffung gesorgt: Viele zum Mosaik zusammengesetzte farblich passende Fotos ergeben ein großes Foto. Mit Macosaix ist dies auch am Mac möglich, noch dazu kostenlos. Man kann sogar die iPhoto-Bibliothek als Quelle für die Mosaikfotos wählen. Allerdings sollte man Zeit mitbringen, vor allem wenn man eine umfangreiche Fotobibliothek aussucht. Das Tool sucht automatisch nach passenden Fotos und verfeinert so die Darstellung.
Fotos präsentiert der Bildschirmschoner Moving Photos 3D in Form eines Globus, einer Gebäudefront oder anderer Formen. Die Bewegung der Fotos ist gut animiert und die Darstellungsqualität hervorragend. Man kann einen Ordner auswählen oder auf die iPhoto-Bibliothek zugreifen. Einige Optionen sind einstellbar, darunter die Bildqualität. Optisch ist der Bildschirmschoner gut gelungen, bei hoher Bildqualität ist allerdings auch die Systemlast recht hoch. Für Rechner mit sensiblem Lüfter ist der Screensaver deshalb nicht geeignet.
Die Software Photo to Movie erstellt ähnlich wie iMovie aus einem Bild einen DV- oder Quicktime-Film. Sowohl NTSC als auch PAL werden unterstützt. Der Weg, den die Kamera über das Bild nimmt kann genau eingestellt werden, auch mehrere Bilder kann die Software bearbeiten. Laut Hersteller soll sich vor allem die bessere Bildqualität von dem in iMovie integrierten Effekt abheben und man hat mehr Einfluss auf die Bewegung. Von einem eigenen Algorithmus werden die Filme für TV-Präsentation optimiert. Daten von Soundtrack werden ebenso unterstützt wie die automatische Ausrichtung per EXIF-Tags oder der Export ins 16:9-Format. Die aktuelle Version unterstützt jetzt mehr Videoformate, bietet mehr Titel-Effekte und bekam einige neue Optionen. Eine Windows-Version ist verfügbar.
Photoline bietet umfangreiche Unterstützung für Bildformate, so dass es auch als Grafik-Konverter durchgehen kann. CMYK und Ebenen werden unterstützt. Doch auch Vektor basierte Zeichnungen sind damit möglich, und der Layout-Modus inklusive elementarer Textverarbeitung ist ebenfalls recht ausgeklügelt. Nimmt man noch dazu, dass Funktionen für das Web integriert sind, mit denen sich etwa Dateien klein rechnen und Animationen in verschiedenen Formaten sowie Knöpfe erzeugen lassen, mutiert die zudem recht günstige Applikation fast zur "Eier legenden Wollmilchsau". Wer mit Photoline nicht nur malen oder Bilder bearbeiten, sondern zum Beispiel auch Grußkarten, Visitenkarten oder Urkunden erstellen will, ist damit ebenfalls gut bedient. Photoline bietet eine ganze Reihe von üblichen Filtern zur Verbesserung oder Verfremdung von Fotos. Wer ein Bild auf die Schnelle korrigieren will, kann dazu die automatische Korrektur benutzen.Photoline 16 kommt nicht so aufgeräumt daher wie mancher Mitbewerber. Es bietet auch nicht so viele Assistenten und Hilfen. Dafür überzeugt die Bildbearbeitung mit einer Fülle sinnvoller Funktionen, die sich mit einer gewissen Eingewöhnung gut meistern und kreativ anwenden lassen.
Hat man versehentlich ein Digitalfoto auf seiner Speicherkarte gelöscht, kann man es mit Photo Rescue eventuell noch retten. Die Version Wizard ist eine leichter zu bedienende Version des Tools Photo Rescue und soll sich durch eine Schritt-für-Schritt-Bedienung auch für Computer-Einsteiger eignen. Unterstützt werden Kartenlesegerät mit USB- und Firewire-Schnittstelle, drei Versionen sind verfügbar.
Viele Bildbearbeitungsfunktionen und über 130 Filter sind im Angebot des Programms Pixelmator, das 55 Euro kostet. Die Bildbearbeitung bietet fast alle Standard-Werkzeuge, kann bei vielen Funktionen mit Photoshop mithalten und beispielsweise auch dessen Pinsel-Dateien nutzen. Eine Stärke von Pixelmator sind die umfangreichen Ebenenfunktionen. Außerdem zeichnet sich Pixelmator durch eine umfassende Integration von Mac OS X Funktionen wie Core Image oder Automator aus. Die 64-Bit-Applikation geht auch schnell zu Werke. Die neue Version 1.6 setzt Snow Leopard voraus, kennt nun Ebenen-Gruppen und hat eine Direktexport-Schnittstelle zu Flickr, Picasa und Facebook. Für Anwender mit älteren Betriebssystem-Versionen bleibt weiterhin die Version 1.5.1 im Angebot.
Nur wenige Druckertreiber bieten die Möglichkeit des Posterdrucks, also das Aufteilen eines Fotos auf mehrere Blätter. Wer dies zuhause bewerkstelligen möchte, kann das kostenlose Open-Source-Tool Postrazor von Alessandro Portale verwenden. Hier kann man den Rand der Blätter bestimmen, die Art der Überlappung und die Anzahl der Seiten, auf die das Foto aufgeteilt werden soll.
Mit Photoshop lassen sich bereits hochwertige Panoramen erstellen. Allerdings ist dies nur für Panoramen bis 180 Grad sinnvoll. Doch das funktionsreichste Panorama-Tool ist das 80 Euro teure Ptgui. Hier sind auch vollsphärische Kugelpanoramen kein Problem, bei denen man vom Boden bis zum Himmel (180 Grad) und 360 Grad horizontal einen vollen Rundumblick erhält. Optional werden die Panorama-Dateien auch als Photoshop-Datei mit Ebenen für die weitere Retusche ausgegeben. Außerdem kann Ptgui in der Pro-Version (150 Euro) HDR-Fotos per Stapelbearbeitung automatisch berechnen.
Auch wenn die Verzeichnung von Objektiven oft als Stilmittel verwendet wird, nicht für jede Aufnahme ist dies erwünscht. Möchte man die Objektivverzerrung entfernen, ist Ptlens das Werkzeug der Wahl. Außerdem lässt sich mit diesem Tool auch die chromatische Abberation entfernen (Farbsäume am Bildrand, die durch die Brechung des Lichts entstehen). Die Bedienung ist einfach, aus der üppigen Datenbank von Objektiven erkennt das Programm Standardobjektive meist auf Anhieb. Auch gängige RAW-Formate erkennt Ptlens. Das Programm gibt es auch als Plug-in für Photoshop, Aperture und Lightroom. Übrigens korrigiert Ptlens neben den Objektiven von DSLR-Kameras auch die von gängigen Kompakt- und Bridgekameras – ein Novum. Über die Voreinstellungen lässt sich eine deutschsprachige Oberfläche auswählen. Die Einzelplatzlizenz von Ptlens kostet 25 US-Dollar.
Ein kompletter RAW-Konverter für Digitalfotografen ist die Freeware Raw Photo Processor. Das unter anderem auf Open Source wie dcraw und exiftool basierende Programm bietet einen guten Funktionsumfang und eignet sich auch für die Batch-Konvertierung. Man kann Weißpunkt, Sättigung und andere Parameter anpassen, auch Skalierung und Konvertierung in S/W-Bilder werden unterstützt. Eine Vielzahl aktueller Kameras wird unterstützt, bei Canon-Kameras sogar die RAW-Dateien der CHDK-Firmware. Das Programm lässt sich auch mit Lightroom und Photoshop integrieren. Nach Zahlung einer Spende kann man weitere Funktionen aktivieren, etwa die Unterstützung von mehr als zwei Prozessoren. Die neue Version verbessert die Unterstützung mehrerer Nikon-Kameras, bietet mehr Optionen und Voreinstellungsmöglichkeiten.
Für professionelle Anwender, die sehr oft Fotos bei Flickr nutzen, ist Viewfinder gedacht. Die Software (noch zu einem Einführungspreis von 18 Euro erhältlich) ermöglicht die schnellere und einfachere Suche nach Bilder. Beschränken kann man die Suche auf Bilder der Lizenzarten Creative Commons, Commercial Use und Derivative Works. Auch die Größe kann man vorgeben und die Bilder nach Interesse, Relevanz und Datum sortieren. Ein Bild kann dann direkt als Schreibtischbild übernommen oder in Keynote übergeben werden. Das Bild wird dann automatisch als neue Folie übernommen. Viewfinder setzt Mac OS X 10.6 voraus.










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