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3D-Objektiv von Panasonic

29.07.2010 | 07:16 Uhr |

Alle Kameras mit Lumix G Micro-Objektivfassung können damit 3D-Bilder aufnehmen. Im Gegensatz zu dem 3D-Fotosystemen der Konkurrenz ist somit weder eine spezielle Kamera mit mehreren Sensoren noch besondere Handhabung erforderlich.

3D-Objektiv von Panasonic
Vergrößern 3D-Objektiv von Panasonic

Panasonic hat gestern auf einer Pressekonferenz in Tokio den ersten Prototyp eines 3D-Objektivs vorgestellt. Das Objektiv passt auf alle Kameras mit einer Objektivfassung des Lumix G Micro Systems, inklusive den Modellen DMC-GH1 , DMC-GF1 , DMC-G2 und den DMC-G10 Micro Four Thirds -Kameras.

Im Objektiv sind zwei kleine Linsen nebeneinander angebracht, die stets das gleiche Bild mit leicht unterschiedlichem Blickwinkel aufnehmen. Das Objektiv ist nur zirka einen Zentimeter lang und die beiden Linsen passen in die Vertiefung für die Objektivfassung. Die Unterschiede zwischen dem rechten und linken Bild kann das Auge dann als Tiefeninformation, d.h. dreidimensional wahrnehmen. Zur Anzeige wird allerdings laut Panasonic ein 3D-Fernseher vorausgesetzt.

Eine Reihe von Kamera-Herstellern haben bereits ihr 3D-Fotosystem vorgestellt. Fuji setzt auch zwei Linsen nebeneinander im Objektiv ein , verwendet aber im Gegensatz zu Panasonic zwei Sensoren. Sony hingegenbaut auf ein normales Objektiv mit einer Linsenöffnung und einem Sensor, aber der Fotograf muss seine Kamera in einem Bogen bewegen, um ein 3D-Bild zu erhalten.

Panasonic betont, der Vorteil seines Fotosystems liegt in der einfachen Anwendung und den Ergebnissen, die sogar bei bewegten Objekten keine Verzerrung zwischen dem rechten und linken Bild zeigen. Preise oder in welchem Land das Objektiv erhältlich sein wird, hat Panasonic noch nicht bekannt gegeben, aber das Objektiv soll bis Ende 2010 auf dem Markt erscheinen.

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