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Fotojournalisten sehen Fortbestand ihres Berufes gefährdet

14.10.2003 | 10:05 Uhr |

Deutschlands Fotojournalisten bangen um den Fortbestand ihres Berufes.

Der Bildjournalismus stecke in einer der größten Krisen seiner Geschichte, betonte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Rolf Lautenbach, am Montag in Dortmund zum Auftakt eines Kongresses von rund 100 Bildjournalisten. Digitalisierung, Vernetzung von Datenbanken und die derzeitige Medienkrise sorgten dafür, dass immer weniger Material von einzelnen Bildjournalisten gekauft werde. Außerdem würden viele Bildarchive in den Redaktionen aufgelöst und Bildredakteursstellen gestrichen.
Fotos hole sich der Textredakteur nun selbst per Klick in der zugeschalteten Mediendatenbank, falls er sie nicht ohnehin selbst beim Termin ganz nebenbei "geknipst" habe, betonte der Gewerkschafter. Bildjournalistische Qualität sei aber nicht Nebensache, sondern Basis von Information. Der DJV werde es nicht hinnehmen, dass der Berufsstand kurzfristigen Kommerzinteressen geopfert werde.

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