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Fotos in OS X: Zeig' doch mal die Bilder

01.01.2016 | 00:01 Uhr |

iPhooto hat im Jahr 2015 ausgedient, Apple bringt den Nachfolger Fotos in OS X in Spiel. Nicht jedem gefällt das.

Auf ein Neues! Macwelt wünscht eine gutes, erfolgreiches, gesundes und friedliches neues Jahr 2016. In unserem ersten Artikel im Jahr 2016 beschäftigen wir uns aber dann doch noch mal mit dem nicht so friedlichen Jahr 2015. Für Zwist sorgte etwa Apples Entscheidung, iPhoto und Aperture zugunsten von Fotos für OS X aufzugeben.

Als "Schuhschachtel für ihre digitalen Filme" hatte Apple im Jahr 2002 die Software iPhoto herausgebracht, zuerst kostenlos, dann als Teil des iLife-Pakets auf jedem neuen Mac enthalten. iPhoto entwickelte sich von der einfachen Aufbewahrung für digitale Bilder bald zum umfassenden Verwaltungsprgramm und bekam auch Möglichkeiten zur Bearbeitung. Zudem konnte man direkt aus dem Programm heraus Diashows erstellen, Fotobücher- und Kalender gestalten und diese wie auch Abzüge einzelner Fotos direkt bei Apple bestellen. Dabei hatte man aber keine Wahl, wer den Druck erledigte und musste entweder die hohen Apple-Preise schlucken oder sich andere Möglichkeiten suchen, seine Werke auf Papier zu erhalten...

iPhoto kam zwar auch 2012 (kostenpflichtig) auf iPhone und iPad, stand da aber schon auf verlorenem Posten. Schließlich hatte das iPhone seit jeher eine eigene Fotoverwaltung, iPhoto störte da nur. Im Zuge der Annäherung der Betriebssystemwelten von iOS und OS X beschloss Apple, zum Frühjahr 2015 auch eine Fotos-Version auf den Mac zu bringen, die dort iPhoto ablöst. Und nicht nur das, auch das für professionelle Fotografen gedachte Workflowtool Aperture wird nun nicht mehr weiter entwickelt, auch hier soll Fotos für OS X als Nachfolger bereit stehen.

Wie so oft: Änderungen irritieren. Profis halten Fotos für OS X ein vom iPhone abgekupfertes "Spielzeug" und steigen frustriert auf Adobe Lightromm um. Wer hingegen iPhoto in- und auswendig gelernt hat, findet viele liebgewonnene Funktionen entweder gar nicht mehr oder ganz wo anders. Wer sich in beiden Welten auskennt meint hingegen anerkennend, dass Fotos für OS X vor allen Dingen Fortschritte bei der Bildbearbeitung bringt und die Sache mit der iCloud-Fotomediathek eine feine Sache sei. An den neuen Look und das neue Gefühl wird man sich gewöhnen. Müssen. Denn zwar lässt iPhoto auch dann weiter auf einem Mac ab OS X 10.10.3 benutzen, wenn man bereits Fotos aktiviert hat - nur werden die danach in iPhoto noch gemachten Änderungen nicht mehr übernommen. Und auf neuen Macs mit OS X 10.11 El Capitan hat man keine Wahl mehr: iPhoto ist nicht mehr im Lieferumfang enthalten.

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