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Foxconn: Abbau von Überstunden soll Arbeitsplätze gefährden

12.04.2012 | 05:37 Uhr |

Nach einem Team des Fernsehsenders ABC hat nun auch der US-Journalist Rob Schmitz eine der Foxconn-Fabriken in Shenzen besuchen dürfen, in denen Wanderarbeiter in Handarbeit iPhones, iPads und Macbooks zusammensetzen

ABC Nightline bei Foxconn
Vergrößern ABC Nightline bei Foxconn

Die schiere Masse der Arbeiter sei beeindruckend gewesen, erzählt Schmitz der Zeitung Marketplace : "Man sieht hunderte von Arbeitern aufgereiht und so wird man gewahr, dass es sich um einen Handarbeitsprozess handelt, in der eine Maschine hergestellt wird, die so geschmeidig aussieht, als sei sie selbst von einer Maschine gefertigt. Aber in Wirklichkeit werden alle Einzelteile von Hand zusammengefügt."

Das ändere sich aber allmählich, hat Schmitz herausgefunden und zwar als Folge der von Foxconn versprochenen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Mehr und mehr würden Maschinen die Arbeiter ersetzen, an einem Produktionsband, an dem das Motherboard des iPads zusammengesetzt werde, könne man beispielsweise bereits auf ein Siebtel der Arbeiter verzichten. Die Manufaktur in Shenzen verliere aufgrund des Verzichts auf Überstunden zudem an Attraktivität für die Arbeiter, die meist aus weit entfernten und ärmeren Regionen stammten. Mit dem Wegfall der Überstunden reduziere sich auch deren Lohn, das Leben im vergleichsweise wohlhabenden Süden Chinas können sich viele nicht mehr leisten. Foxconn überlege daher die Verlagerung von Fertigungsstätten in weniger entwickelte Regionen des Landes.

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