Arbeiterrechte

Foxconn soll Betriebsrat bekommen

04.02.2013 | 11:07 Uhr | Peter Müller

Apples Zulieferer Foxconn soll auf Druck Apples eine Arbeitnehmervertretung bekommen, berichtet die Financial Times.

Apples Druck auf seine Zulieferer schient Wirkung zu zeigen: Die Manufaktur Foxconn soll nun einen Betriebsrat erhalten, berichtet laut Silicon.de die Financial Times . Die Arbeitnehmervertreter sollen von Gewerkschaftskomitees in einer geheimen Wahl bestimmt werden, heißt es weiter.

Die Kritik an den Zuständen in chinesischen Manufakturen hat sich in den letzten Wochen vor allem auf Apple eingeschossen, wobei beoi Foxconn, Pegatron und anderen Unternehmen auch andere Hersteller ihre Produkte fertigen lassen. Apple gibt jedoch regelmäßig einen Supplier Responsibility Report heraus, in dem der iPhone-Hersteller die von Überprüfungen ermittelten Zustände bei seinen Vertragspartnern offenlegt. Laut der letzten Ausgabe hat sich Apple jüngst von einem Zulieferer getrennt, der Minderjährige beschäftigt hatte . Im vergangenen Jahr hatte Apple die Organisation FLA die Zustände in den chinesischen Fabriken untersuchen lassen und daraus Maßnahmen abgeleitet, unter anderem wurden Löhne erhöht und Arbeitszeiten beschränkt.

Heute Abend wird im ARD-Markencheck ein Bericht über die Zustände in einem Wohnheim eines Zulieferers, der auch für Apple fertigt, zu sehen sein. Apple wird in diesem Bericht nur mit schriftlichen Stellungnahmen vorkommen, berichtet die dpa vorab.

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