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France-Telecom-Tochter plant Handy mit Suchmaschinenbetreiber

19.12.2006 | 14:00 Uhr |

Nachdem sich die Gerüchte um Apples "iPhone" jedenfalls vorerst erledigt haben, kolportiert der britische Observer nun Meldungen um ein angebliches Google-Handy.

Der Provider Orange, Tochter der France Telecom, wolle den Suchmaschinenbetreiber mit ins Boot holen, um die zahlreichen Internet-Dienste mobil zu machen. Insbesondere Google Maps könnte in Verbindung mit einer Ortung über das Mobilfunknetz eine sinnvolle Ergänzung sein.

Erste Gespräche zwischen den beiden Firmen hätten bereits stattgefunden, schreibt der Observer in seinem Bericht vom Sonntag, und macht den taiwanesischen Handy-Hersteller HTC als Produzenten des neuen Mobiltelefons aus. Beide Unternehmen geben zu diesem Bericht jedoch keine Stellungnahme ab. Eine ungenannte Quelle aber weiß: "Die Leute von Google sind Software-Experten und machen einen hervorragenden Job bei der Komprimierung von Daten, so dass der Anwender gerade Unterwegs davon profitieren kann. Zwar wissen sie nicht viel über Handys, aber sie sind heiß darauf, von Oranges langer Erfahrung zu lernen." Neben der Websuche und dem Email-Angebot von Google dürften insbesondere die so genannten Location Based Services von Interesse sein. Diese "ortsabhängigen Dienste" zeigen etwa Kinos, Tankstellen oder Restaurants in der Nähe an, wenn der Benutzer mit Google Maps arbeitet. Bereits heute gibt es ein Java-Programm für Mobiltelefone, dass die Welt von Google Maps auch unterwegs eröffnet - mit einer kostenlosen und integrierten Ortung über das Mobilfunknetz könnte dieser Dienst deutlich nützlicher werden. Vor 2008 wird das Google-Handy wohl nicht Realität - und neben Google Maps gibt es mit Opera Mini auch einen kompletten Web-Browser bereits heute für viele Mobiltelefone. E-Mail-Clients sind in den meisten Telefonen schon vorinstalliert, der Mini-Bildschirm und die umständliche Konfiguration schreckt neben relativ hohen Verbindungskosten aber viele Handy-Besitzer vom Unterwegs-Internet ab. Apple verfolgt nach einer Vielzahl von Gerüchten und Indizien eigene Handy-Pläne - offenbar hat sich aber der vermutete Name "iPhone" mit der Vorstellung gleichnamiger Produkte von Cisco erledigt.

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