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Frankreich verurteilt Google zur Höchststrafe

10.01.2014 | 08:30 Uhr |

Frankreichs nationale Datenschutzbehörde hat Google zur Zahlung von 150.000 Euro verurteilt. Das Urteil muss Google außerdem auf seiner Website veröffentlichen.

Die Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL), Frankreichs nationale Datenschutzbehörde, hat Google zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 150.000 Euro verurteilt. Der Betrag mag angesichts des Milliarden-Umsatzes von Google gering klingen, allerdings ist es die höchste Strafe, zu der die CNIL in ihrer Geschichte ein Unternehmen verurteilt hat.

Damit bestraft die CNIL das US-Unternehmen, weil es sich nicht an die französischen Datenschutzgesetze halte, wie es in einer Erklärung der Datenschützer heißt. Google sammle die Daten seiner Nutzer über seine unterschiedlichen Dienste, informiere die Nutzer aber nicht ausreichend darüber und verlange auch nicht deren Zustimmung. Google hatte sich bisher gegen die Vorwürfe mit dem Argument gewehrt, man halte die für den Datenschutz geltenden Regeln der EU ein.

Das Urteil der CNIL ist derzeit per Post auf dem Weg in den USA. Sobald das Schreiben in der US-Zentrale eingetroffen ist, hat Google acht Tage Zeit, auf seiner französischen Seite alle Nutzer über das Urteil zu informieren. Der Hinweis auf das Urteil muss zwei Tage lang erscheinen.

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