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Frankreichs Senat ändert DRM-Gesetz

03.05.2006 | 12:43 Uhr |

Ein Komitee des französischen Senats hat das von der Nationalversammlung vor einigen Wochen beschlossene neue Urheberrecht geändert.

iTunes Music Store Frankreich
Vergrößern iTunes Music Store Frankreich

Den Gesetzestext hat der Ausschuss laut der Zeitung The Inquirer soweit verändert, dass Apple und andere Anbieter von DRM (Digital Rights Management) ihre System aus Gründen der Interoperabilität nicht mehr öffnen müssen. Damit sollten Verbraucher die Gelegenheit bekommen, etwa im iTunes Music Store gekaufte Songs auch auf anderen Playern als dem iPod abspielen zu können. Apple hatte das Gesetz jedoch als "staatlich geförderte Piraterie" gegeißelt, Experten schlossen einen Rückzug des iTMS aus Frankreich nicht aus, werde Apple zur Öffnung des Systems gezwungen. Der neue Gesetzestext schütze nun die Anliegen der DRM-Anbieter und mache Interoperabilität praktisch unmöglich. Im Gegensatz schütze das Gesetz sogar DRM-Hersteller davor, dass der Source-Code des Kopierschutzes in gedruckter Form veröffentlicht werden könne. Über die Änderungen müsse nun neu abgestimmt werden, Verbraucherverbände zeigen sich mit den Änderungen nicht einverstanden und haben Proteste angekündigt.

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