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Frankreichs Senat stimmt geändertem Urheberrechtsgesetz zu

12.05.2006 | 12:38 Uhr |

Frankreichs Senat hat der geänderten Fassung des Urheberrechts zugestimmt.

Neues Urheberrecht ab morgen in Kraft
Vergrößern Neues Urheberrecht ab morgen in Kraft

Während im März die Nationalversammlung eine Fassung verabschiedet, die Apple wegen der darin geforderten Interoperabilität von DRM-Systemen als "staatlich geförderte Piraterie" geißelte, hat die zweite Parlamentskammer die Regelung zu Gunsten der Industrie abgeschwächt. Nach wie vor fordert das Gesetz zwar, dass System zum Digitalen Rechtemanagement (DRM) zusammenarbeiten müssen, für Apple und andere DRM-Hersteller ergeben sich jedoch Schlupflöcher, um ihre Technologien geheim zu halten. Eine neu geschaffene Regulierungsbehörde soll Unternehmen veranlassen können, ihre DRM-Technologien gegenseitig offen zu legen. Die Firmen können jedoch die geforderte Zusammenarbeit ablehnen, wenn die Verwendung des DRM-Systems eine Bedingung für die Lizenzierung des darunter verbreiteten Contents ist. So könnten Apple und seine Konkurrenten mit der Musikindustrie zusätzliche Vereinbarungen abschließen, die den Einsatz bestimmter Kopierschutztechnologien zwingend vorschreiben. Ein anderes Schlupfloch ergibt sich dadurch, dass DRM-Hersteller die Offenlegung ihrer Codes verhindern können, wenn sie zeigen, dass dadurch die Sicherheit und Funktionalität des Kopierschutzes beeinträchtigt sind.

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