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Französisches Finanzministerium will Apple verklagen

07.04.2016 | 08:40 Uhr |

Nach Ansichten der Wettbewerbshüter hat Apple mit den Netzbetreibern drakonische Verträge abgeschlossen.

Legal oder illegal: Apple könnte in Frankreich juristische Problem bekommen. Grund sind die Verträge, die der iPhone-Hersteller mit den dortigen Mobilfunkprovidern abgeschlossen hat, die die auf den wunderschönen Namen Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes (DGCCRF) hörende Kartellbehörde des französischen Finanzministeriums in wesentlichen Klauseln für illegal hält. Die Provider müssten sich Apple demnach gewissermaßen unterwerfen, indem sie sich verpflichteten, eine bestimmte Mindestanzahl von iPhones abzunehmen und sich an den Kosten des Marketings zu beteiligen. Die Behörde fordert vor Gericht daher eine Strafe von 48,5 Millionen Euro für Apple, 40,5 Millionen sollten dabei an die vier großen Netzbetreiber in Frankreich zurückgezahlt werden.

Die Auseinandersetzung des französischen Finanzministeriums bzw. der Wettbewerbshüter mit Apple hat eine lange Geschichte: Bereits 2013 wurde die Apple-Tochter in Frankreich durchsucht . Damals haben sich die Wettbewerbshüter an den Apple-Verträgen mit den Einzelhändlern gestört.

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