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Französisches Gesetz öffnet AAC (noch) nicht

17.03.2006 | 12:45 Uhr |

Das Gesetz zum Kopierschutz, das die französische Nationalversammlung gestern diskutiert hat, erlaubt in der aktuellen Fassung keine Entfernung des digitalen Rechtemanagements (DRM) von AAC-Dateien, die aus dem iTunes Music Store stammen.

Ursprünglich wollte der Gesetzgeber Apple damit zwingen, verkaufte Musik auch für andere Player als den iPod bereit zu stellen. Diese Option sei jedoch weiterhin in der Diskussion, berichtet Red Herring. Das neue Gesetz sieht nun eine Strafe über 40 Euro für den illegalen Download von Musik und anderen Dateien vor, wer Software zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen von CDs oder DVDs verbreitet, wird mit einer Geldstrafe von 300.000 Euro bedroht. Ein Komitee soll ausarbeiten, wie das französische Recht zur Erstellung von privaten Kopien auf digitalen Conten anwendbar ist und sich mit der Verfassung vereinen lässt. In einer ersten Reaktion zeigt sich Musikindustrie von dem neuen Gesetz und den relativ milden Strafen wenig begeistert. Régis Carral, Vorstand für Urheberrechte bei PriceWaterhouse Coopers in Paris, meint, dass es sich um ein "schlechtes Gesetz" handele, dass "schwer anzuwenden und durchzusetzen" sei.

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