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Frauen erobern Männerdomäne PC

08.03.2005 | 14:47 Uhr |

Mit ihrer neuesten Anzeige gegen Raubkopiererinnen trägt die Filmförderungsanstalt der wachsenden Zahl PC-kundiger Frauen Rechnung.

So hatten wir uns das nicht gedacht. Zum diesjährigen Weltfrauentag erhalten wir Frauen eine Anerkennung der besonderen Sorte. Bislang führen Frauen als Computeranwenderinnen oder etwa gar Leserinnen von Computerzeitschriften ein völliges Schattendasein. Das mag zum einen an ihrer mangelnden Fähigkeit liegen, sich für technische Detailfunktionen zu begeistern und sich gegenseitig mit Megahertz-getunten Kisten zu übertrumpfen. Das mag ganz einfach daran liegen, dass Frauen gerne mit Computern arbeiten, jedoch nur, wenn er ihnen Arbeit abnimmt, schnell und einfach zu bedienen ist und die Aufgaben, die man ihm zuteilt auch erledigt, ohne aufwendige Einarbeitung und Umwege über umständliche Befehle. Wie weit sie damit gekommen sind, zeigt ausgerechnet die Fimförderunganstalt (FFA) in ihrer aktuellen Kampagne gegen Raubkopierer. Aufgerüttelt durch das Ergebnis der aktuellen Brenner-Studie 3 , die die GfK im Auftrag der FFA im Sommer des vergangenen Jahres durchgeführt hat, und die belegt, dass der Anteil von Frauen unter Raubkopierern stetig wächst, hat die FFA heute ein neues Anzeigenmotiv vorgestellt. "Auch Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen" titelt die verantwortliche Zukunft Kino Marketing Gmbh, um fortzufahren: "Dass das Internet eine männliche Domäne ist, stimmt zwar noch im Allgemeinen, aber die Frauen holen eindeutig auf. Doch nicht nur in Chats und beim Surfen ist der weibliche User auf dem Vormarsch, auch Frauen lassen sich immer häufiger von der vermeintlichen Anonymität des Netzes verlocken und downloaden oder kopieren illegal Filme."

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