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Männer fallen häufiger auf Betrug im Web herein

07.04.2008 | 16:22 Uhr |

Laut einer Studie des „Internet Crime Complaint Center“ verlieren Männer etwa 70 Prozent mehr Geld an Internetbetrüger als Frauen.

Das Internet Crime Complaint Center, kurz IC3, hat über 200.000 Beschwerden ausgewertet und zusammengefasst. Dabei kam heraus, dass Männer im Schnitt mehr Geld bei Betrugsfällen verlieren als dies bei Frauen der Fall ist. Das IC3 ist eine Kooperation zwischen dem FBI und der Behörde für Wirtschaftsverbrechen.

Laut Aussage der Organisation spielen Kaufgewohnheiten und die menschliche Natur mit in das Ergebnis hinein: „Historisch gesehen, haben Männer immer dazu geneigt, teure Dinge zu kaufen. Dies würde einen Teil der Ergebnisse erklären“, sagt John Kane, Forschungsmanager bei IC3 gegenüber PCworld.com.

Doch auch Frauen geben immer mehr Geld im Internet aus. Dennoch blieben Männer bei vielen Arten des Betrugs die Hauptopfer: „Männer neigen dazu, Opfer von falschen Investments und anderen Dingen mit hohem Einsatz zu werden“, erklärt Kane. Bei Betrugsfällen mit mehr als 3.500 Dollar Schaden seien die Männer in „überwältigender Überzahl“ in der Mehrheit, so der Forscher.

Bei Taten wie Auktionsbetrug mit einem durchschnittlichen Schaden von 480 Dollar seien die Geschlechterverhältnisse hingegen ausgeglichen, sagt John Kane. Bei Scheckbetrug und den typischen nigerianischen Betrügerbriefen seien Männer jedoch wieder in der Überzahl. Der durchschnittliche Schaden läge hier bei 2.000 bis 3.000 Dollar.

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