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Fraunhofer Institut entwickelt Software gegen Musikpiraterie

10.02.2006 | 12:22 Uhr

Die Forschungseinrichtung hat eine Prototyptechnologie entwickelt, die dazu beitragen soll, den starken Anstieg von Musikpiraterie im Internet zu unterbinden.

Dabei handle es sich um ein digitales Wasserzeichen, wie beispielsweise partiell abgeänderte Lautstärkeregelung in Liedern, über das sich Raubkopien in so genannten Peer-to-peer-Tauschbörsen identifizieren lassen, erklärt Michael Kip, Sprecher des Forschungsinstituts.

Im Gegensatz zu anderen Methoden ist diese Technologie nicht dazu bestimmt, diejenigen aufzuspüren, die Musik illegal aus dem Netz herunterladen, sondern Daten ausfindig zu machen, die die Anbieter illegal auf die Server laden.

Kip sieht diese Erfindung als Alternative zum so genannten Digital Rights Management (DRM), da letzteres besondere Player voraussetze und zudem leichter zu hacken sei. Des Weiteren soll diese Software Anbietern von Musik im Internet so zur Verfügung stehen, dass diese die Tauschbörsen rund um die Uhr automatisch überwachen lassen können.

Auf die Frage, ob die Erfindung der MP3-Technologie durch das Institut nicht zu einem gewissen Teil zur Internet-Musikpiraterie beigetragen hätte, antwortet Kip: „Ja und Nein. Man kann ein Messer dazu verwenden, um Brot zu schneiden oder jemanden zu töten. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug, das missbraucht werden kann.“

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