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Freedome VPN deckt Werbe-Netzwerke auf

28.10.2015 | 13:24 Uhr |

Tracker-Blocker statt Adblocker: Der VPN-Dienst Freedome VPN blockt Werbenetzwerke und bietet eine interessante neue Analyse-Funktion für das Aufdecken der Tracking-Dienste.

Der VPN-Dienst Freedome VPN des finnischen Sicherheitsunternehmens F-Secure schützt Surfer per VPN-Service vor Hackern und anderen Zugriffen. Gegen eine monatliche Gebühr erhält man Zugriff auf 24 Server in 23 Ländern und kann sowohl seinen Datenverkehr schützen als auch seinen Standort verschleiern.  Zusätzlich blockt das Tool aber auf Wunsch auch bekannte Malware-Seiten und Tracker von Werbenetzwerken wie Google und Doubleclick. Werbenetzwerke verfolgen Nutzer sehr intensiv – was aber dazu dient, an Interesse passende Werbung auszuliefern, missbilligen viele Surfer als Eingriff in die Privatsphäre.

Vor allem letztere Funktion hat F-Secure jetzt um eine aufwendige Analysefunktion erweitert, die Interessierten einen guten Einblick in die Untiefen der verschachtelten Werbenetzwerke bietet. Die neue Funktion Tracker Mapper erfasst dazu die von Freedome geblockten Trackingdienste und erstellt eine übersichtliche Netz-Grafik. In einer interaktiven Übersicht sieht man nach dem Besuch einer Seite wie Focus.de alle Trackingdienste der Seite als Graph. Klickt man auf das Symbol der Webseite, zeigt Freedome alle blockierten Tracking-Dienste als Diagramm und in der Seitenleiste als eine Liste an.

Die Grafik zeigt die Verknüpfungen der Werbenetzwerke auf und erstellt eine Top-5-Liste der Seiten mit den meisten Trackern.
Vergrößern Die Grafik zeigt die Verknüpfungen der Werbenetzwerke auf und erstellt eine Top-5-Liste der Seiten mit den meisten Trackern.

Per Zoom-Funktion kann man die Ansicht frei vergrößern und einzelne Objekte per Mauszeiger hervorheben und verschieben. Nach dem Aufruf weiterer Webseiten werden die Tracking-Daten sofort ergänzt, übereinstimmende Tracking-Dienste verknüpft – es entsteht eine immer komplexere Grafik. Klickt man auf einen der Tracking-Dienste, zeigt das Diagramm etwa, welche Werbenetzwerke besonders häufig vertreten sind. Bei deutschen News-Seiten (inklusive unserer Webseite macwelt.de) ist dies meist Google Analytics, der Dienst von Google. Diesen nutzen wir und andere Website-Betreiber aber vor allem dazu, um zu messen, welche Artikel die Leser besonders interessieren - und welche nicht. Der Springer-Dienst Smartadserver ist dagegen nur auf bestimmten Seiten wie Bild.de und Welt.de vertreten, wird dort aber intensiv verwendet.

Mehrere Rankings erstellt das Tool ebenfalls: Eine Tracking-Top-5 listet die beliebtesten Tracking-Dienste und die Seiten mit den meisten Trackern auf. Die Datenerfassung ist auf 24 Stunden begrenzt, über eine Werkzeugleiste kann man die Erfassung manuell stoppen oder für gezielte Analyse neu starten. Für eingehendere Analysen ist ein Export als Textdatei möglich, die Grafik kann man leider nur als statischen Screenshot speichern. Aus Datenschutzgründen löscht das Tool die gesammelten Protokolle übrigens nach drei Tagen - schließlich speichert das Protokoll eine Liste sämtlicher besuchten Webseiten. Die Erfassung von Trackern ist zwar mit einer Browsererweiterung wie Ghostery   kostenlos möglich, für Nutzer der Lösung Freedome bietet der Mapper aber einen interessanten Mehrwert. Der VPN-Dienst kostet ab 50 Euro im Jahr, eine 14-Tage-Demo ist verfügbar. Apps gibt es für Windows, Mac, Android und iOS.

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