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Freenet ebnet Weg für Verkauf des DSL-Geschäfts

03.03.2008 | 07:25 Uhr |

Der Telekomanbieter Freenet gliedert sein DSL- und Portalgeschäft in zwei eigenständige Tochtergesellschaften aus und schafft damit die Voraussetzungen für den angekündigten Verkauf.

Vorstand und Aufsichtsrat hätten das Vorgehen in der heutigen Aufsichtsratssitzung beschlossen, teilte Freenet am Sonntag mit. Die beiden Tochtergesellschaften müssten nun noch gegründet werden. Freenet hatte vor zwei Wochen sein Geschäft mit schnellen Internet-Anschlüssen zum Verkauf gestellt. Die Sparte hat 1,3 Millionen Kunden. Ein Interessent ist der Wettbewerber Versatel Zuvor waren Gespräche über einen Kauf der DSL-Sparte mit dem Wettbewerber United Internet gescheitert, der über ein Zwischengesellschaft zusammen mit Drillisch an Freenet beteiligt ist.

Freenet setzt nach dem Verkauf auf das Geschäft mit mobilen Internet und Inhalten. Das Unternehmen war erst vor einem Jahr durch die Fusion von mobilcom und der freenet.de AG entstanden. Eine Umkehr der Verschmelzung macht aus Sicht von Experten aber Sinn, da das Unternehmen nur Rang fünf unter den DSL-Anbietern einnimmt. Der Abstand zu den Marktführern konnte die Gesellschaft in den vergangenen Quartalen nicht verringern. Mit dem Verfall der DSL-Tarife ist zudem der Konsolidierungsdruck auf dem deutsche Breitbandmarkt gestiegen. Wettbewerber wie AOL haben daher ihrer Zugangsgeschäft bereits veräußert. Nach Einschätzung von Experten werden daraus neben der Deutschen Telekom die Konzerne Telefonica/O2 und Vodafone mit seiner Tochter Arcor als Gewinner hervorgehen. Daneben versucht United Internet seine Position als DSL-Anbieter mit den meisten DSL-Kunden nach der Telekom zu behaupten und hat sich dazu an Freenet und Versatel beteiligt. (dpa)

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